Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist verbunden mit der Schuldenkrise und der weltweiten Wirtschaftsflaute im vierten Quartal leicht geschrumpft. Das Minus fällt allerdings niedriger aus als befürchtet.
Das Bruttoinlandsprodukt ging im vierten Quartal 2011 um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, teilte das Statistische Bundesamt mit. Für das gesamte Jahr bestätigte das Amt aber ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 3,0 Prozent.
Trotz der relativ schwachen Zahlen zum Jahresende und ungünstiger Bedingungen im Januar und Februar blicken Ökonomen zuversichtlich auf das Jahr 2012. "Die Krise im Euroraum bremst das Wachstum in Deutschland voraussichtlich nur vorübergehend. Schon ab der Jahresmitte ist - auch aufgrund von Nachholeffekten - wieder mit kräftigen Zuwächsen zu rechnen", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner.
Insgesamt erwartet das DIW im laufenden Jahr ein Wachstum von 0,6 Prozent. Die Flaute im Winterhalbjahr belaste damit zwar den Jahresdurchschnitt, dürfte aber weitgehend ohne Auswirkungen am Arbeitsmarkt bleiben.
dapd / sg
