Solarförderung Bundesregierung erwägt weitere Kürzungen für 2012

Die Solarförderung hat in Deutschland offenbar keinen guten Stand mehr. Die Bundesregierung denkt über weitere drastische Begrenzungen in der Photovoltaik nach.

Die Solarförderung sei in den Augen der Koalition "technisch und finanziell nicht verkraftbar", schreibt das Magazin "Focus". So soll die schwarz-gelbe Koalition erwägen, im kommenden Jahr nur noch einen Zubau von 1.000 Megawatt zu fördern. Das ist ein Bruchteil des bisherigen Volumens. Für 2011 rechnen die Übertragungsnetz-Betreiber mit einem Plus von 6.500 Megawatt.

Bereits zum 1. Januar 2012 wird die so genannte Einspeisevergütung für Hausbesitzer um 15 Prozent gesenkt. Dies gab die Bundesnetzagentur Ende Oktober bekannt, nachdem seit dem Sommer verstärkt installiert wurde. Weil gleichzeitig die Preise für Solaranlagen drastisch fallen, würde sich der Einstieg in die Photovoltaik aber weiter lohnen, heißt es beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Auf die zuständigen Gewerke haben die jüngsten und zukünftigen Entscheidungen der Regierung deutlichen Einfluss: Bis zum Jahresende erwarten Experten noch ein starkes Anziehen der Aufträge. Nach dem Jahreswechsel dann dürfte sich das Geschäft deutlich beruhigen. dhz