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Bundesrat berät über neue Umtauschfrist für Führerscheine Wann der Führerschein umgetauscht werden muss

Autofahrer aufgepasst: Zum 19. Januar 2013 wurden neue EU-Führerscheine eingeführt, die nach 15 Jahren auslaufen. Das Verfallsdatum für alle anderen Führerscheine sollte vorgezogen werden. Doch im Bundsrat fand sich keine Mehrheit dafür.

Seit Monaten steht die EU-Führerscheinrichtlinie und damit auch die Entscheidung über die Gültigkeit der Führerscheine, die vor dem Jahr 2013 ausgestellt wurden, in der Diskussion. Deutschland steht in der Pflicht die Richtlinie umzusetzen und dafür eigene Regelungen zu beschließen. Doch die Bundesländer konnten sich bis zur letzten Bundesratssitzung nicht auf einen Beschluss einigen. Nachdem eine Entscheidung im Sommer vertagt wurde, gibt es nun endlich ein Ergebnis: die geplanten Verfallsdaten für die alten Führerscheine fanden keine Mehrheit und so wurde die Verordnung nun ohne eine Entscheidung dazu beschlossen.

Die Verordnung enthält eine Vielzahl von Änderungen, unter anderem zur Abgrenzung der Fahrerlaubnisklassen für kleinere Lkw und Mini-Busse, zu Auflagen für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen z.B. durch Herz- und Gefäßkrankheiten, Anforderungen an die Begleitperson für Fahranfänger ab 17 Jahren und diverse Verfahrensvorschriften für die Führerscheinbehörden.

Führerschein nur noch 15 Jahre gültig

Grundsätzlich gilt, das Führerscheine, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, nur noch 15 Jahre gelten. Der Schein wird umgetauscht, damit das Bild möglichst aktuell ist. Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht verbunden. Alle bis dahin ausgestellten Fahrerlaubnisse werden nun erst einmal weiterhin bis zum Jahr 2033 ihre Gültigkeit behalten. Die Empfehlung des Verkehrsausschusses der Länderkammer sah vor, das Verfallsdatum gestaffelt vorziehen. Doch genau diese Staffelung fand keine Mehrheit.

Damit sollten eigentlich die Behörden entlastet werden. Mit der Neuregelung würde sicherstellen, dass die Behörden die Kapazitäten schaffen könnten, um künftige Anträge zu bewältigen, so die einstigen Pläne des Ausschusses. Die bislang noch gültigen Führerscheine (egal, ob grau, rosa oder Plastik) werden also nicht früher ungültig.

Welche Zeiträume waren für den Umtausch der Führerscheine geplant?

Bei Führerscheinen, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, sollte das Geburtsjahr des Fahrers gelten.
  • Geburtsjahr vor 1953: Umtausch bis 19.01.2033
  • Geburtsjahr 1953 bis 1958: Umtausch bis 19.02. 2021
  • Geburtsjahr 1959 bis 1964: Umtausch bis 19.01.2022
  • 1965 bis 1970: Umtausch bis 19.01.2023
  • 1971 oder später: Umtausch bis 19.01.2024
Bei Führerscheinen, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden, war das Ausstellungsjahr als ausschlaggebend für den Umtausch geplant.
  • 1999 bis 2000: Umtausch bis 19.01.2025
  • 2001 bis 2002: Umtausch bis 19.01.2026
  • 2003 bis 2004: Umtausch bis 19.01.2027
  • 2005 bis 2006: Umtausch bis 19.01.2028
  • 2007 bis 2008: Umtausch bis 19.02.2029
  • 2009: Umtausch bis 19.01.2030
  • 2010: Umtausch bis 19.02.2031
  • 2011: Umtausch bis 19.01.2032
  • 2012 bis 18.01.2013: Umtausch bis 19.01.2033

In der Empfehlung des Verkehrsausschusses im Bundesrat hieß es ursprünglich, dass Personen mit Geburtsjahrgang vor 1953 vom vorgezogenen Umtausch ausgenommen sind. Damit sollte ihnen erspart werden, ihren Führerschein umtauschen zu müssen, obwohl altersbedingt nicht sicher ist, ob sie nach dem Stichtag des 19. Januar 2033 von ihrer Fahrerlaubnis Gebrauch machen möchten und dafür einen weiter gültigen Führerschein benötigen.

Warum wurde der neue Führerschein 2013 eingeführt?

Führerschein-Tourismus soll erschwert werden 

Der neue Führerschein im Scheckkartenformat ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie. Zum einen soll durch den Umtausch Führerscheinfälschern das Handwerk gelegt werden.

Zum anderen ist es Ziel der Neuregelung, ein EU-weites Fahrerlaubnisregister zu errichten, um so den sogenannten Führerschein-Tourismus zu erschweren.

Scheckkarte bei internationalem Führerschein nötig

Egal, wann der Führerschein ausgestellt wurde: Unerlässlich ist der Umtausch, wenn wegen einer Fernreise ein internationaler Führerschein erforderlich ist. Dieser kann nur für Inhaber eines neuen Scheckkartenführerscheins ausgestellt werden. Internationale Führerscheine werden etwa in den USA benötigt. In den EU-Staaten ist der zusätzliche internationale Führerschein nicht nötig.

Nach der EU-Führerscheinrichtlinie müssen sämtliche bisher geltenden Führerschein-Dokumente, also auch DDR-Führerscheine, in den anderen EU-Staaten und den EWR-Staaten anerkannt werden. Darauf weist der ADAC hin. Es darf weder die neue Führerschein-Plastikkarte noch eine Übersetzung oder gar zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt werden.

Wer schon jetzt ein neues Dokument im Scheckkartenformat haben möchte, hat keinen großen Aufwand: Die Bearbeitungsgebühr in Höhe von 24 Euro bei der ausstellenden Behörde einzahlen sowie den alten Führerschein und ein neues Foto vorlegen. dhz

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 4. Januar 2017.

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Kommentare

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Egon Krug

Wir haben sonst keine andere Probleme

Bei der Politik in Deutschland kommt ein Lacher nach dem anderen und nun sind halt einmal die lieben Führerscheine dran. Ja nun fragen sich einige warum die vor 1953 erst 2033 dran sind, ganz einfach Schönheitsfarm sehen wieder aus wie in der Kindheit. GRINS

Daddy

anti Europa

da hat jemand die Freiheit geschaffen fuer alle Europaer wohnen und arbeitn zu duerfen wo sie wollen...
Leider nicht so beim Fuehrerschein, der muss immer nach ein paar Monaten im neuen Land eingetauscht warden, (So in UK und D), was bei alten Lappen kompliziert ist (Umweg ueber neuen Plastic), uns selbst dann gehen Rechte verloren.
Auf den Fueherscheinstellen is nix mit Europa, und wenn man aelter wird und immer noch dreimal besser als die Gruenschnaebel faehrt, dann bekommt man noch eins extra drauf, jede Menge alte Fahrrechte einfach weg.
Motto, wer alt wird und ins Ausland geht ist nicht wilkommen bei keiner Behoerde, ausser man kommt mit reichlich Geld.
Neben den Rentenproblemen ist das der zweite "Europe is dying and I am not sure if I should worry about ..."

Martin Gans

Nur GELDSCHNEIDEREI!

"...Der Schein wird umgetauscht, damit das Bild möglichst aktuell ist...." - WENN ES SO WÄRE, DANN MÜSSTEN GERADE Fahrer mit Geburtsjahr vor 1953 (Umtausch bis 19.01.2033 im Vergleich zu jüngeren Fahrern schon ab 2021) als erste umtauschen: deren Bild ist wohl am wenigsten aktuell!

Zudem ist der Führerschein ja keine Identity-Card: Führerschein - egal wie alt - mit Personendaten, abgleichbar über Perso oder Pass, zusammen geführt, bedarf keines Fotos.

Heinz

Umtausch

Meine Frau und ich haben den alten grauen "Lappen" freiwillig getauscht gegen den neuen mit aktuellem Bild und nun wesentlich kleiner.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum hier so ein Aufstand gemacht wird - oder liegt´s wirklich an den paar Euro´s - armes Deutschland!

Mike

Geldschneiderei

Geldschneiderei sonst nix. Die Behörden brauchen anscheinend Geld damit sie es wieder für irgendein Firlefanz verballern können. 24 € Gebühr + Foto + Spritkosten ( zur Behörde hin und zurück ) + Parkgebühren = ca 40 €. Das selbe mit Personalausweis und Reisepass. Super. Ich fange dann schonmal an zu sparen. Sche.. EU.

Irene Maushard Bühl

Führerscheine Geburtsjahr 1950 und 1947

Mein Mann ist 1947 geboren und ich 1950 gilt da auch das Datum vom umtausch unsere Führerscheine das Jahr 2033?

chriskas

Führerscheine vor Geburtsjahr1953

@Reinhold Biehl + Morgenthum Reiner
bitte genau lesen:
Zitat:
Bei Führerscheinen, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, gilt das Geburtsjahr des Fahrers.
• Geburtsjahr vor 1953: Umtausch bis 19.01.2033

Dies bedeutet: Die Führerscheine müssen auch getauscht werden

Dennoch: Geldmacherei :-(

Marc

Lachhaft

Hab den schweinchen farbenenen, da steht kein ablaufdatum drauf, sozusagen ist es ein amtliches Dokument und man ist nicht verpflichtet den umzutauschen.

A. Reiner

Ältere diskriminieren und Geldmacherei

Typisch Regierung! Die Älteren mal wieder diskriminieren, da sie den Führerschein extrem früher eintauschen sollen. Außerdem ist es mal wieder nur eine zusätzliche Geldeinnahmequelle. Wer weiß, was noch kommt, wenn die Führerscheine somit früher begrenzt sind. Unserer Politik traue ich mittlerweile alles zu.

Morgenthum Reiner

Unverständlich

Was ist mit den Führerscheinen der Jahrgänge vor 1953? Brauchen die nicht umgetauscht zu werden? Oder wie soll das geregelt werden.

Anna Maria

neue Führerscheine

Die Politik beschließt mal wieder eben neu und bezahlen muss es dann immer und immer wieder der Bürger der eh kaum noch was in der Tasche hat. Es kotzt einen langsam echt nur an.

Reinhold Biehl

Fuehrerscheinumtausch

Lese ich richtig, dass die Liste der Geburtsjahre mit 1953 beginnt? Führerscheinbesitzer mit aelteren Jahrgängen sind nicht mehr vorgesehen?
Obwohl ich zu den Altvorderen gehöre, gehe ich doch wohl richtig in der Annahme, dass wir mit diesem Mumpitz den Möglichkeiten der EDV mal wieder hinterherhinken!
Ein Zentraldokument (z. B. der Perso) mit Zugangsberechtigung zu Einzeldaten z. B. für die Polizei...., dürfte heute doch völlig ausreichen! Aber werfen wir erst eimal noch mehrere Millionen zum Fenster hinaus; ist ja nur der €, ist ja genug von da, billig, so billig, billiger gehts nicht!

Lothar Mokosch

Führerscheinumtausch

Reine Gelddruckmaschine. Führerschein ist nur der Nachweis, dass der Inhaber die gültige Fahrerlaubnis für das jeweilige Fahrzeug besitzt. Genauso wie ein Staplerschein oder der Krankführerschein. Von wegen Fälschern das Handwerk legen.