Das Umweltbundesamt spricht sich in einer Studie für die Einführung einer flächendeckenden und von der Fahrstrecke abhängigen Pkw-Maut in Deutschland aus.
In einer noch unveröffentlichten Studie der Dessauer Behörde heißt es laut der "Berliner Zeitung", dass sich dadurch am besten der Autoverkehr steuern und die Umwelt entlasten lasse. Auf Autofahrer könnten durch eine solche Maut Zusatzkosten von mehreren hundert Euro jährlich zukommen.
UBA-Präsident Jochen Flasbarth sagte dem Blatt: "Die streckenbezogene Maut ist die gerechteste Lösung, weil die Kosten dort bezahlt werden, wo sie entstehen." Derzeit koste der Pkw-Verkehr den Staat jährlich 47 Milliarden Euro mehr, als er über Benzin- und Kfz-Steuern sowie Parkgebühren einbringe. Die Einnahmen der Maut könnten in den Bau und Erhalt von Straßen fließen oder in die Modernisierung des Bahnnetzes.
Nach Ansicht des UBA könnte eine Gebühr nach Fahrleistung den Verkehr zudem ökologisch steuern. So ließen sich die Sätze für saubere und leise Autos senken, sagte der UBA-Chef. Für die Nutzung stark belasteter oder schutzwürdiger Regionen könnten sie steigen. "Wenn der Kölner Ring morgens verstopft ist, wird es dort zu dieser Zeit teurer. Das führt zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Straßen, auch das ist gut für die Umwelt", sagte Flasbarth.
$(LEhttp://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/news/News-Ramsauer-Pkw-Maut-steht-nicht-auf-der-Tagesordnung_4255277.html:Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte sich für eine Pkw-Maut ausgesprochen, dies aber später relativiert.|_top)$ Die schwarz-gelbe Bundesregierung will eine Kommission einsetzen, um eine stärkere Heranziehung der Nutzer zu prüfen.
ddp
Kopf der Woche
Der CDU-Politiker Peter Altmaier ist diese Woche als neuer Bundesumweltminister vereidigt worden. Der 53-Jährige ist siebter Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - ihn erwarten komplexe Aufgaben mit mehreren Unbekannten.