Sieben Tipps zur Lehrlings-Suche Sieben Tipps: Mit der Stellenanzeige bei Azubis punkten

Azubi gesucht: Viele Betriebe im Handwerk haben es derzeit schwer, Lehrlinge zu finden. Damit sich Jugendliche für ein Unternehmen interessieren, spielen viele Dinge eine Rolle. Doch eine gut gemachte Stellenanzeige kann durchaus hilfreich sein. Dafür gibt es einiges zu beachten.

Wer einen passenden Auszubildenden finden möchte, muss derzeit stark um ihn werben. - © Foto: Yantra/Fotolia

Kein Azubi weit und breit: Wer in Zeiten, in denen sich der demografi sche Wandel langsam bemerkbar macht, einen Azubi sucht, muss um ihn meist wie um einen Kunden werben. Gerade kleinere Betriebe, die nicht durch einen bekannten Namen auftrumpfen können, müssen zeigen, was sie zu bieten haben. Auch in Stellenanzeigen für Lehrlinge. Hier gibt es Tipps, wie ein gutes Stellenangebot aussehen könnte.

Damit sich Jugendliche von der Stellenanzeige angesprochen fühlen, sollte sie auf sie zuge schnitten sein. Um die Stellenanzeige auf den Punkt zu bringen, sollten sich Chefs zunächst fragen: "Was würde ich über den Betrieb wissen wollen, der mich in meinem künftigen Beruf ausbilden soll?" Damit ergeben sich die wichtigsten Inhalte meist schon von selbst.

Was sollte in der Stellenanzeige stehen?

Wichtig ist zum einen die Unternehmensdarstellung, die am Anfang der Stellenaus schreibung stehen sollte. Sie sollte kompakt in drei bis vier gut ausformulierten Sätzen einen Überblick darüber geben, wer der Betrieb ist, was er macht und in welcher Branche er tätig ist.

Zweitens spielt die Aufgabenbe schreibung für den potenziellen Azubi eine enorm wichtige Rolle. Schließlich wird das in den kommenden Jahren sein täglich Brot. Hier sollten übersichtlich alle wichtigen Tätigkeiten, die auf den Azubi zukommen, aufgezählt werden. Am schnellsten zu erfassen sind stichpunkartige Aufzählungen.

Auch das Anforderungsprofil wird für den Azubi aus schlaggebend sein, ob er sich auf die Stelle bewirbt. Hier sollten Sie klar machen: Was verlangen Sie von dem Bewerber? Was ist für Sie unbedingte Voraussetzung? Was sind gern gesehene Zugaben?

Und immer wichtiger wird auch die Selbstvermarktung des Betriebs: Unternehmen müssen herausstellen, was sie den potenziellen Auszubildenden zu bieten haben. Warum sollte sich der Bewerber für das Unternehmen ent scheiden? Zahlen Sie beispielsweise einen übertariflichen Lohn oder gibt es bei Ihnen die Möglichkeit für ein Praktikum ins Ausland zu gehen? Werden die Azubis nach der Ausbildung übernommen und gibt es in ihrem Betrieb besondere Entwicklungsmöglichkeiten? Das sind Argumente, die den Bewerber überzeugen könnten und daher in der Stellenanzeige nicht unter schlagen werden sollten.

Wie sollte die Stellenanzeige formuliert sein?

Beim Schreiben der Stellenanzeige sollten sich Betriebsinhaber vor Augen halten, wen sie damit ansprechen wollen. Auszubildende haben meist noch keinen genauen Einblick in den Beruf, den sie ergreifen möchten. Daher ist "Fachchinesi sch" in Stellenanzeigen fehl am Platz. Arbeitgeber sollten stattdessen eine der Zielgruppe angepasste Sprache wählen. Manche Unternehmen sprechen Azubis mit in "Du" an. Solch eine lockere Form muss aber zum Betrieb passen.

Auch gilt es in Stellenanzeigen für Lehrlinge Ausdrücke zu vermeiden, mit denen üblicherweise um ausgelernte Fachkräfte geworben wird, wie etwa "Work-Life-Balance". Denn die Wahr scheinlichkeit ist groß, dass Jugendliche das nicht sonderlich interessieren wird. Nehmen Sie sich Zeit für die richtige Wortwahl, die sowohl zum Unternehmen als auch zum potenziellen Azubi passt.

Grundsätzlich sollte die Stellenanzeige übersichtlich und kompakt formuliert sein. Der potenzielle Azubi sollte einen Überblick über den Betrieb und seine künftige Tätigkeit bekommen. Ein Link zur Unternehmens-Homepage kann zu ausführlicheren Informationen führen.

Wie sollte die Stellenanzeige aussehen?

Doch auch ein gutes Layout ist wichtig, um den Bewerber von der Professionalität des Betriebs zu überzeugen. Das Corporate Design des Betriebs sollte in der Stellenanzeige aufgegriffen werden, auch Fotos machen sich gut. Recht schreibfehler gilt es unbedingt zu vermeiden, daher sollten Sie die Stellenanzeige gegenlesen lassen.

Die meisten Jugendlichen informieren sich über das Internet über Unternehmen, die sie interessieren. Daher sollte die Stellenanzeige auch auf der Homepage des Betriebs und – falls vorhanden – auch auf dem Facebook-Profil veröffentlicht werden. Auch die Aufmachung der Homepage kann also ein wichtiger Faktor sein, um Jugendliche vom eigenen Betrieb zu überzeugen. sch