Internationale Handwerksmesse SHK-Handwerk: Heizungen luftfrei befüllen

Das Befüllen von Heizungsanlagen könnte bald einfacher werden. Der SHK-Betrieb von Andreas Langkowski aus Bernau hat auf der Internationalen Handwerksmesse in München ein Modul vorgestellt, das zunächst die Luft absaugt und dann das Wasser ins Vakuum pumpt.

Knut Eichstädt, Entwickler des Zentral-Moduls HSS-ZM, mit sich Heizungsanlagen luftfrei befüllen lassen. - © Foto: Steudel

Auf diese Weise kann das zentrale Problem bei der Installation von Heizungsanlagen beseitigt werden: Lufteinschlüsse, die die Zirkulation des Warmwassers stören und die Effizienz der Heizung schmälern. Kommt das Wasser ohne Lufteinschlüsse in die Anlage, entfällt das lästige Entlüften der Heizkörper, was insbesondere für Wohnungsgesellschaften mit großen Mietshäusern einen hohen Aufwand bedeutet. Dafür wurde die Entwicklung auf der IHM mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Das Zentral-Modul HSS-ZM saugt zunächst die Luft aus der Heizungsanlage bis zu einem Druck von lediglich 50 Millibar. Somit verbleiben nur noch fünf Prozent Luft im Sy stem, ein fast zu vernachlässigender Wert, erklärt Knut Eichstädt, einer der beiden Entwickler.

Schädliche Wirkung des Sauerstoffs blockiert

Das Zentral-Modul HSS-ZM. - © Foto: Steudel

Anschließend pumpt das Zentral-Modul das Wasser ins Vakuum. Gleichzeitig wird das Wasser entgast, so dass der Sauerstoffanteil im Wasser reduziert wird. Auf diese Weise wird ein zweites Problem bei Heizungen bekämpft: die Korrosion. Diese erzeugt Magnetitschlämme, die über viele Jahre hinweg zur Verstopfung der Heizungsanlage führen kann.

"Konventionelle Methoden zur Entgasung wirken erst, wenn die Heizung bereits gefüllt ist. Dann hat der Sauerstoff seine schädliche Wirkung bereits entfaltet", weiß Knut Eichstädt aus eigener Erfahrung. Mit dem Zentral-Modul werde auch dieses Problem beseitigt. ste