Kfz-Mechatroniker: Neue Ausbildungsordnung Servicemechaniker wird wieder abgeschafft

Zehn Jahre nach der Einführung des Kfz-Mechatronikers wird die Ausbildung des Berufs neu geordnet. In der Hauptsache überwiegen nach Informationen des Berufsbildungsinstituts für Arbeit und Technik in Flensburg berufsstrukturelle Gründe für die Überarbeitung der Ausbildungsordnung und nicht die technische Entwicklung. Ein Ergebnis: Der Kfz-Servicemechaniker wird als eigenstäniger Beruf wieder abgeschafft.

Die Evaluation der Berufsausbildung zum Kfz-Servicemechaniker hat ergeben, dass dieser Beruf nicht mehr als eigenständiger Ausbildungsberuf bestehen bleiben kann. - © Foto: ProMotor

Demnach habe die Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker mehr Probleme hervorgebracht als gelöst. Der Ausbildungsberuf "Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik" sei auf nur wenig Akzeptanz gestoßen. Beide Berufe werde es als selbstständige Ausbildung nicht mehr geben. Für den Kfz-Servicemechaniker läuft die Erprobungsverordnung aus und ab dem 1. August werden keine Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen. Diese Inhalte werden in die Ausbildung des Kfz-Mechatronikers übernommen. Das Berufsbild Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik wird als Schwerpunkt in den Beruf des Kfz-Mechatronikers integriert.

Nichtsdestotrotz führten auch die technischen Entwicklungen zu einer Überarbeitung der Ausbildung. Kfz-Betriebe werden verstärkt mit elektronischen Systemen, neuen Antriebskonzepten und Werkstoffen konfrontiert. Anforderungen ans Berufsbild sind zum Beispiel Änderungen im Service- und Wartungsumfang, neue Reparatur- und Diagnosemethoden, veränderte Vorgaben der Schadstoffreduzierung, der Einführung neuer Antriebsarten wie z. B. Hybrid- und Elektrofahrzeuge, der Anwendung der Hochvolttechnologie in der Fahrzeugkonzeption, der Verwendung neuer Leichtbauwerkstoffe und neuen Karosseriereparaturmethoden. dhz

Weitere Informationen zum Berufsbild unter bibb.de/de/61622.htm .