Papierkrieg Ade: Berichtsheft bald online führen - Personal - deutsche handwerks zeitung

Personal - 09.02.2012

Web 2.0- Technologie

Papierkrieg Ade: Berichtsheft bald online führen

Auszubildende können ihr Berichtsheft in Zukunft online ausfüllen und von ihren Ausbildern unterschreiben lassen. Ein Webportal für ein Online-Berichtsheft ist gerade in der Erprobung. Es soll auch den individuellen Lernfortschritt der Jugendlichen dokumentieren und die Kooperation zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule verbessern. Schon jetzt kann man eine Demoversion testen, offizieller Start der Plattform ist Anfang Mai. - Von Julia Förder

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Bisher war das Führen des Berichtsheft immer mit viel Papierkrieg verbunden. Das soll sich nun ändern.

Bisher ist das Berichtsheft vor allem ein Rechtfertigungsinstrument für Azubis. Hier müssen sie nachweisen, wann sie welche Arbeit geleistet haben oder zum Unterricht in der Berufsschule waren. Ausbilder beschweren sich oft über unleserliche oder fehlende Beiträge. Das soll sich nun ändern. Das Projekt BLok – Online-Berichtsheft zur Stärkung der Lernort-Kooperation – macht das Berichtsheft auf Papier überflüssig.

Drei Benutzergruppen können sich auf der Online-Plattform registrieren und sie unabhängig von Ort und Zeit nutzen: Auszubildende, betriebliche Ausbilder und Berufsschullehrer. Azubis tragen online ihre Tätigkeiten und deren Dauer ein, die dann von den Ausbildern signiert werden.

Vergleich mit der Ausbildungsordnung

Sollten Einträge fehlen, können sich Auszubildende und Ausbilder per Mail automatisch erinnern lassen. Ausbilder können Einträge auch virtuell ablehnen und eine Nachbesserung verlangen. Mit einer Kommentarfunktion können sie ein direktes Feedback geben: So soll die Kommunikation zwischen beiden Parteien während der Ausbildung verbessert werden.

Insgesamt bietet die Plattform mehr Funktionen als "nur" ein Berichtsheft, das online geführt wird. Die Jugendlichen können Dokumente sammeln, die für ihre Ausbildung relevant sind. Zudem können sie ihre dokumentierten Tätigkeiten auch den entsprechenden Inhalten der Ausbildungsordnung zuordnen. So erhalten sie eine Art Lerntagebuch und haben immer einen Soll-Ist-Vergleich vor Augen.

Azubis zum Nachdenken anregen

Die Verknüpfung der Lerninhalte kann von den Berufsschullehrern überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Die Jugendlichen sollen über ihre Ausbildung nachdenken und Lücken oder Nachholbedarf selbst erkennen. Schulischen und betrieblichen Ausbildern soll BLok den regelmäßigen Kontakt erleichtern und eine bessere Absprache ermöglichen.

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