Wer auch künftig seine Plakette bei der Hauptuntersuchung (HU) bekommen will, sollte die Feinstaubplakette nicht vernachlässigen. Bereits die falsche Farbe kann ausreichen, um die Hauptuntersuchung nicht zu bestehen.

Seit Ende November achten die Prüfer bei der HU auch auf die Feinstaubplakette. Darauf weist die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation (KÜS) hin. Ist der Aufkleber schlecht lesbar oder stimmt das Kennzeichen am Fahrzeug nicht mit der Nummer auf der Windschutzscheibe überein, gelte das nun als geringer Mangel. Auch die Schädigung des Aufklebers durch Sonneneinstrahlung werde von den Prüfern bei der HU als geringer Mangel gewertet.
Mit der Zahlung von Bußgeldern müssen Autofahrer allerdings nicht rechnen, wie Thorsten Schuster von der KÜS erläutert. "Bei geringen Mängeln muss sich der Fahrzeughalter eine neue Plakette besorgen."
Bußgeld bei falscher Farbe
Weiterhin weist die KÜS Autofahrer darauf hin, dass Feinstaubplaketten in der falschen Farbe von den Prüfern als erheblicher Mangel gewertet werden und somit keine HU-Plakette vergeben werden kann. "Plaketten in der falschen Farbe weisen eine bessere Emissionsklasse aus, als ein Auto tatsächlich hat. Hier droht den Fahrzeughaltern ein Bußgeld und die Feinstaubplakette muss neu gekauft werden", erläutert Schuster. Darüber hinaus kann bei erheblichen Mängeln eine HU-Plakette nicht vergeben werden. Autofahrer müssen sich in diesem Fall eine neue Feinstaubplakette kaufen.
Rechtzeitiger Erwerb
Derzeit gibt es in Deutschland mehr als fünfzig Umweltzonen. Die besonders durch den Feinstaub gefährdeten Bereiche müssen durch das Zeichen 270.1 als "Umweltzone" gekennzeichnet sein. Auf dem dazu notwendigen Zusatzzeichen wird dann geregelt, welche Fahrzeuge mit welchen Umwelt-Plakettenfarben dort Zufahrt haben. Aufgehoben wird die Umweltzone durch das Zeichen 270.2.
Fahrzeuge ohne Feinstaubplakette dürfen nicht in die Umweltzonen fahren. Sonst droht ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich über die Plakette zu informieren und diese rechtzeitig zu erwerben. Ein Blick in den Fahrzeugschein verrät, zu welcher Schadstoffgruppe das Auto gehört und welche Feinstaubplaketten gekauft werden müssen.Die Feinstaubplakette kostet zwischen fünf und zehn Euro und kann bei den jeweiligen Kfz-Zulassungsstellen oder auch online erworben werden. Weitere Informationen zur Feinstaubplakette hält die Gesellschaft für Emissionsmanagement und Beratung auf umwelt-plakette.de bereit. dhz