Handwerker in TV-Show Kein Deal für Martin Ecker und seinen Tragfix in der Höhle der Löwen

Für Handwerker Martin Ecker und seinen Tragfix hat es in der VOX-Fernsehsendung "die Höhle der Löwen" nicht zu einem Deal gereicht. Sein Produkt konnte die knallharten Geschäftsleute um Unternehmer Jochen Schweizer nicht überzeugen. Aber warum? Wie sich der Handwerker selbst ein Bein stellte.

Manuel Endress

Hoch konzentriert stellte Martin Ecker seinen "Tragfix" in der VOX-TV-Show "die Höhle der Löwen" vor. Für ein Investment hat es am Ende nicht gereicht. - © Foto: VOX/Frank Hempel

In der ersten Folge der neuen Staffel stellte Martin Ecker seinen Tragfix in "der Höhle der Löwen" vor (Immer dienstags 20:15 Uhr auf VOX). Nachdem der Handwerker aus Neufahrn bei München die Vorteile seiner Erfindung - unter anderem das schnelle und einfache Verschließen von Säcken, ein ergonomisch geformter Griff und ein rückenschönendes Tragen - vorgestellt hatte, machte er seinen Deal-Vorschlag.

150.000 Euro für sieben Prozent der Firma

Seine Vorstellung: 150.000 Euro für sieben Prozent der Firmenanteile. Nun ging es für den Münchner Erfinder ans Eingemachte. Zunächst kritisierte Unternehmer Jochen Schweizer den vorgeschlagenen Deal als nicht akzeptabel und wies Ecker darauf hin, dass seine Firmenbewertung von knapp 2,1 Millionen Euro "um Lichtjahre über der Realbewertung liegt."

Zwei Möglichkeiten zur Bewertung einer Firma

Schweizer und Kollege Vural Öger stiegen daraufhin aus dem Deal aus. Unternehmer Jochen Schweizer erklärte seinen Rückzug so: "Bei der Bewertung einer Firma gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist das Dividendenmodell: Hierbei muss ich als Investor glauben, dass ich nach Abzug aller Kosten meine 150.000 Euro wieder zurückbekomme. Ganz ehrlich, da sehe ich hier keine Chance."

Tragfix Erfinder Ecker mit Vox-Moderator Amiaz Habtu kurz vor seinem Auftritt in "der Höhle der Löwen". - © Foto: VOX/Frank Hempel

Auch Thelen steigt aus

Auch Frank Thelen stieg nach einem kurzen Gespräch mit dem Tragfix-Erfinder aus. "Die andere Möglichkeit ist, man besetzt einen Markt und weiß genau, wie man das Produkt millionenfach auf den Markt bringen kann. Das haben Sie bislang nicht aufgezeigt. Deshalb bin ich raus", sagte Thelen.

Nachdem auch Lencke Steiner ausstieg, wurde die Luft für Martin Ecker und seinen Tragfix dünner. Lediglich Judith Williams war übrig und konnte auf seinen Deal eingehen. "Ich gebe Ihnen die 150.000 Euro für 51 Prozent der Firmenanteile", schlug Williams einen neuen Deal vor. Ecker zögerte und entgegnete nach einigen Sekunden: "Ich will mein Produkt nicht ausverkaufen bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Bei 51 Prozent hätte ich nichts mehr zu sagen. Das mache ich nicht."

Williams bessert Angebot nach

Offenbar gefiel Williams der Mut des Erfinders ihr Angebot abzulehnen. Sie besserte nach: "Ok, neuer Vorschlag. 26 Prozent der Anteile, aber dafür garantieren Sie mir, dass ich meine 150.000 Euro wieder zurückbekomme. Und ich erhalte einen Euro von jedem verkauften Tragfix." Spätestens jetzt zeigte sich, mit welchen Profis es der 51-Jährige bei dieser Sendung zu tun hatte.

Überraschender Ausstieg

Er zögerte erneut, dennoch schien es, als ob Ecker den Deal akzeptieren würde. Der Tragfix-Erfinder meinte: "Ich brenne mit 100 Prozent für mein Produkt und das würde ich mir auch von meinen Investoren wünschen." Dieser Satz war für Williams offenbar nicht zu akzeptieren und Ecker hatte sich so selbst ein Bein gestellt. Die ehemalige Moderatorin des Shoppingsenders QVC entgegnete Ecker: "Allein, dass ich mit Ihnen zusammenarbeiten will ist eine Wertschätzung, die ich Ihnen entgegen bringe. Andersherum empfinde ich das aber gerade nicht so. Ich bin raus."

"Das sind knallharte Geschäftsleute"

Damit war die Chance auf das Investment für Martin Ecker vertan. Knapp daneben ist auch vorbei. "Das Angebot war völlig legitim. Der Killerinstinkt ist das, was die Löwen faszinierend macht. Das sind knallharte Geschäftsleute", sagte der Tragfix-Erfinder nach seinem Auftritt in "der Höhle der Löwen "etwas enttäuscht.  "Hätte ich diesen Instinkt, wäre ich wahrscheinlich nicht hier gewesen."

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