Handwerk: Priorität müssen Entlastungen haben - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 27.09.2009

Nach schwarz-gelbem Wahlsieg

Handwerk: Priorität müssen Entlastungen haben

Führende Wirtschaftsvertreter haben sich erfreut über den Sieg von Union und FDP bei der Bundestagswahl gezeigt. Handwerkspräsident Otto Kentzler begrüßte den Wahlsieg von Schwarz-Gelb. Von Patrick Choinowski

Handwerkspräsident Otto Kentzler ist zufrieden mit dem Ausgang der Bundestagswahl. Foto: ZDH

"Die deutliche Mehrheit für eine Koalition aus CDU/CSU und FDP hat die Voraussetzungen, Deutschland mit einer reformorientierten Politik aus der aktuellen Krise zu führen. Dabei müssen vor allem die mittelständischen Strukturen in der Wirtschaft gestärkt werden", kommentierte Handwerkspräsident Kentzler. Diese sorgten aktuell für wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität im Lande. In der Koalitionsvereinbarung müssten Entscheidungen ganz oben stehen, die zusätzliches Wachstum anstoßen und Beschäftigung kurzfristig sichern und mittelfristig aufbauen.

"Priorität haben dabei Entlastungen: Durch kurzfristige Korrekturen bei den Unternehmenssteuern, die die den Erhalt von Betrieben gefährdende Substanzbesteuerung beseitigen und mittelfristig durch eine gestufte Steuerreform, die gerade auch den Mittelstandbug beim Einkommensteuertarif abflacht, der vor allem niedrige und mittlere Einkommen überproportional trifft", sagte Kentzler.

Wichtig seien auch Reformen bei der Arbeitsmarktpolitik, um die drohende Beitragsexplosion bei der Arbeitslosenversicherung zu vermeiden und die Funktionstüchtigkeit der Bundesagentur für Arbeit zu verbessern.

Schwerpunkt auf Bildung

"Ein weiterer Schwerpunkt muss die Bildungspolitik sein. Deutschland braucht ein grundsätzlich neues, miteinander verbundenes Familien- und Bildungskonzept. In Anlehnung an die Vereinbarungen des Bildungsgipfels 2008 muss die Regierungskoalition klare Zielvereinbarungen treffen. Dazu gehören die Halbierung der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss und die Halbierung der Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrecher", erklärte der Handwerkspräsident und betonte auch, dass die Erarbeitung eines neuen energiepolitischen Gesamtkonzeptes wichtig sei.

pc

 
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