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TÜV Nord erklärt Große Aufkleber auf der Heckscheibe: Genehmigung erforderlich

Werbung für den Betrieb, die Imagekampagne des deutschen Handwerks oder der Lieblingsfußballverein – Aufkleber auf der Autoheckscheibe sind beliebt. Allerdings schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) Regeln für Größe und Platzierung vor. Für besonders große Aufkleber ist sogar eine Bauartgenehmigung erforderlich.

Die Heckscheiben von Fahrzeugen bestehen aus Sicherheitsglas und weisen ein besonderes Bruchverhalten auf. Wenn darauf Aufkleber platziert werden, können diese das spezifische Bruchverhalten jedoch beeinflussen und die vorgeschriebene Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Der TÜV Nord weist deshalb darauf hin, dass Autofahrer für große Folien auf der Heckscheibe eine besondere Bauartgenehmigung benötigen.

Betriebserlaubnis steht auf dem Spiel

Die Genehmigung ist dann nötig, wenn der Aufkleber mehr als 0,1 Quadratmeter oder mehr als ein Viertel der Fläche der Heckscheibe bedeckt. Autofahrer erhalten die Genehmigung in der Regel beim Kauf der Folie und müssen sie stets im Wagen dabei haben. Vorsicht: Bei einem Verstoß gegen die Vorschriften steht im Falle einer Kontrolle sogar die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs auf dem Spiel und die Polizei kann sie entziehen.

Um die Sicherheit und das Bruchverhalten der Scheibe nicht zu beeinträchtigen muss die Scheibeneinfassung grundsätzlich frei von jeglichen Aufklebern sein. Natürlich muss ein Autofahrer möglichst freie Sicht durch den Innenspiegel nach hinten haben. Wird diese durch Aufkleber eingeschränkt, ist ein rechter Außenspiegel nötig, raten die Experten des TÜV Nord. dpa

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