Doppelt so viele Ü-60-Jährige im Job - Personal - deutsche handwerks zeitung

Personal - 07.08.2012

Fachkräftemangel

Doppelt so viele Ü-60-Jährige im Job

In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der Über-60-Jährigen Erwerbstätigen verdoppelt. Damit fängt die ältere Generation den Nachwuchsmangel durch die Überalterung der Gesellschaft bisher selbst ab. Mit diesen Tipps können Unternehmen ihre älteren Mitarbeiter fördern.

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In den Betrieben arbeiten doppelt so viele Über-60-Jährige als vor 20 Jahren.

Knapp 45 Prozent der 60- bis 64-Jährigen stehen heute nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung noch im Berufsleben. Vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist gestiegen. Auch der verbesserte Gesundheitszustand der Älteren trägt dazu bei, dass viele länger arbeiten können. Ein weiterer Grund für die Verdopplung der Über-60-Jährigen im Job sind die veränderten politischen Rahmenbedingungen für die Frühverrentung.

Bisher steigende Zahl an Erwerbskräften

Insgesamt ist die Erwerbsquote in der Bevölkerung um fünf Prozent in den letzten 20 Jahren gestiegen. Damit konnte der Geburtenrückgang abgefedert werden. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung berechnet, dass die Anzahl der Erwerbsfähigen im Alter von 15 bis 64 Jahren zwar um 1,2 Millionen gesunken ist. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die arbeiten wollen und können, jedoch um 1,9 Millionen. Das Potenzial von Älteren und Frauen die größer werdende Nachwuchslücke zu schließen, ist jedoch nahezu erschöpft.

Attraktiv für Ü-40-Jährige

Fast 60 Prozent der potenziellen Arbeitskräfte sind heute schon über 40 Jahre alt. Ein Grund für Unternehmen, für diese Zielgruppe attraktive Angebote zu schaffen – zum Beispiel mit gesundheitsschonenden Arbeitsbedingungen. Mit Hilfe des Portals Fachkräfteoffensive der Bundesregierung können Unternehmen abschätzen, ob sie geeignete Maßnahmen zur Arbeitskräftesicherung ergriffen haben. Hier bekommen sie Tipps wie sie ältere Arbeitnehmer binden und fördern können. cg/dapd

 
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