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Deutsche Rentenversicherung Die Rente steigt 2017 leicht um bis zu 2,0 Prozent

Der Deutschen Rentenversicherung geht es gut und deshalb steigt auch 2017 die Rente. Allerdings fällt die Rentenerhöhung mit 2,0 Prozent nicht so deutlich aus wie noch 2016.

Die Rente steigt auch 2017. Die Rentner in Deutschland können im kommenden Jahr laut der Deutschen Rentenversicherung mit einer Erhöhung der Bezüge um rund 2,0 Prozent rechnen.

Damit legen die Renten weitaus geringer zu als 2016. Mit 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten waren sie Mitte des Jahres so stark gestiegen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Allerdings waren die damaligen Erhöhungen auch auf Einmaleffekte in der Rentenentwicklung durch eine Umstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückzuführen.

Genaue Rentenerhöhung steht erst im Frühjahr 2017 fest

Jedoch stehen die laut des Präsidenten der Rentenversicherung Bund, Axel Reimann, die genauen Anpassungssätze erst im Frühjahr 2017 fest. Reimann gibt die erwartete Spanne mit 1,5 bis 2,0 Prozent an. Das Rentenniveau wird sich zudem voraussichtlich 2017 weiter leicht auf 48,2 Prozent erhöhen. Bereits 2016 stieg die Rate nach Angaben von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) leicht auf 48 Prozent. Davor lag sie bei 47,8 Prozent.

Beschäftigungslage als Hauptgrund für gute Rentenentwicklung

Der Hauptgrund für die längerfristige günstige Rentenentwicklung ist vor allem die gute Beschäftigungslage. "Zwar sind die Anpassungen der vergangenen zehn Jahre unter der Lohnentwicklung geblieben, aber höher ausgefallen als die Inflationsrate", sagt Annelie Buntenbach, Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung Bund.

Während die Verbraucherpreise in den letzten zehn Jahren um etwa 12,2 Prozent gestiegen sind, haben die Renten in den alten Bundesländern um 15,9 Prozent und in den neuen sogar um mehr als 24 Prozent zugelegt.

2017 ein Anstieg der Pro-Kopf-Löhne von 2,5 Prozent

Laut Reimann erwartet man für 2017 einen Anstieg der Pro-Kopf-Löhne von 2,5 Prozent - für 2018 2,4 Prozent. In den Folgejahren liegt er demnach dann bei jeweils plus 2,9 Prozent.

Sozialministerin Nahles hatte schon zuvor unter Bezug auf neueste Zahlen aus dem Rentenversicherungsbericht darauf hingewiesen, dass man bei der Prognose des Rentenniveaus 2020 bei 47,9 Prozent und 2030 bei 44,5 Prozent liege und damit deutlich über den gesetzlich festgeschriebenen Sicherungszielen. Dank der guten Arbeitsmarktlage bleibe der Beitragssatz bis 2021 stabil bei 18,7 Prozent.

Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht - ausgedrückt als Prozentsatz. dhz/dpa

So wird die Rentenerhöhung berechnet

Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Bezugsgrößen sind die Daten zur Lohnentwicklung vom Statistischen Bundesamt.

Außerdem wird die beitragspflichtige Entgeltentwicklung der Versicherten berücksichtigt, die für die Einnahmensituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend ist.

Neben der Lohnentwicklung fließt durch den Nachhaltigkeitsfaktor die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten mit ein.

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