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Zukunftsstarter Ausbildung für Spätstarter: Finanzielle Hilfe ausgebaut

Wer auch mit 25, 30 oder 35 Jahren noch einen Berufsabschluss nachholen will, kann weiter mit finanzieller Unterstützung rechnen. Das Spätstarter-Programm wird zum Programm "Zukunftsstarter" ausgebaut.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit (BA) wollen auch in den nächsten drei Jahren bis Ende 2020 junge Erwachsene ohne Berufsausbildung beim Erwerb eines beruflichen Abschlusses fördern. "Wir wollen in den nächsten Jahren weitere 120.000 geringqualifizierte junge Menschen unterstützen", sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Sie habe sich mit dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und dem Verwaltungsrat darauf geeinigt, dass die Zielgruppe künftig noch besser und intensiver unterstützt werde.

Durchhaltevermögen wird belohnt

So sollen etwa Weiterbildungsprämien das Durchhaltvermögen und die Motivation der jungen Erwachsenen steigern und sie animieren, auch eine längere Qualifizierungsmaßname oder Ausbildung zu beenden. Darüber hinaus können über das zum 1. August in Kraft getretene Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsgesetz (AWStG) Grundkompetenzen von Geringqualifizierten gefördert werden.

Ausbildung verringert das Risiko der Arbeitslosigkeit

Wie im bisherigen Spätstarter-Programm können Interessierte finanzielle Unterstützung für Lehrgänge, für Fahrtkosten, für Unterbringung oder auch für Kinderbetreuung beantragen. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen zwischen 25 und 35 Jahre alt sind, noch keine Ausbildung abgeschlossen haben, arbeitslos sind oder aber seit mehreren Jahren als Ungelernte arbeiten. "Wir wissen, dass Geringqualifizierte viermal häufiger arbeitslos sind als beruflich Qualifizierte", unterstrich BA-Vorstandsmitglied Detlef Scheele die Bemühungen.

Betriebe können ungelernte Mitarbeiter fördern

Auch sei das Programm eine gute Gelegenheit für Betriebe, Fachkräfte zu gewinnen, hieß es weiter. Gerade wer Ungelernte beschäftige und hier Potenzial erkenne, solle sich als Arbeitgeber an die Jobcenter vor Ort wenden, hieß es bei der BA. Insgesamt wurde über das bisherige Spätstarter-Programm in den vergangenen drei Jahren der Eintritt in rund 100.000 Fördermaßen unterstützt. bir

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