Es ist amtlich: Die CDU/CSU wird im neuen Deutschen Bundestag die größte Fraktion stellen. Aber sie wird weder in einer schwarz-gelben Koalition regieren, noch hat sie die absolute Mehrheit erreicht. Die FDP ist zukünftig nicht mehr im Bundestag vertreten. Die 299 Wahlkreise sind ausgezählt und die Union muss sich auf die Suche nach einem Koalitionspartner machen.

Angela Merkel ist zufrieden mit der Bundestagswahl. "Wahnsinn, das ist das Ergebnis eines tollen Wahlkampfs", sagte sie direkt nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse im Interview mit dem eigenen CDU-Fernsehteam. Die absolute Mehrheit hat die Union aber nun doch verfehlt. Als nach 2 Uhr am frühen Morgen alle Stimmen ausgezählt waren, stand fest, dass sich CDU/CSU nun doch nach einem Koalitionspartner umsehen müssen.
Zwar wird die Union im neuen Deutschen Bundestag die größte Fraktion stellen. Beide Parteien konnten zusammen 41,5 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen. Doch um alleine zu regieren, reicht dieser Anteil nicht aus. Die FDP ist mit 4,8 Prozent nicht mehr im Bundestag vertreten und so steht auch die angestrebte schwarz-gelbe Koalition nicht als Option zur Verfügung.
Koalitionen durchgespielt
Die Ergebnisse der anderen Parteien lassen viele Koalitionen offen. So erreichte die SPD 25,7 Prozent. Die Linke erhielt 8,6 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen bekamen 8,4 Prozent der Zweitstimmen. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) verfehlte mit 4,7 Prozent den Einzug ins Parlament.
Ob es nun zu Schwarz-Grün, Rot-Rot-Grün oder doch zu einer großen Koalition kommt? In der sogenannten Elefantenrunde mit den Spitzenkandidaten wurden alle Konstellationen durchgespielt – für konkrete Ergebnisse ist es aber noch zu früh. Es bleibt spannend. Am heutigen Montag kommen in Berlin die Parteigremien zusammen, um über die Wahlergebnisse und die Konsequenzen daraus zu beraten. dhz
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