Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist 2008 im Jahresdurchschnitt gesunken. Insgesamt wurden 29.291 Firmenpleiten registriert, 4,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Nach dem Höchststand im Jahr 2003 sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen laut dem Statistischen Bundesamt zum fünften Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.
Ein Vergleich der Insolvenzzahlen für das Gesamtjahr mit dem Vorjahreszeitraum spieglt dem Statistischen Bundesamt zufolge die Entwicklung aber nicht exakt wider, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle im Jahr 2007 und Anfang 2008 nicht periodengerecht gemeldet wurden. Ohne dieses Bundesland ging die Gesamtzahl der Insolvenzen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf 155.202 Fälle zurück.
Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit der Insolvenzordnung von 1999 gesunken. Die deutschen Amtsgerichte haben demnach 98 140 Verbraucherinsolvenzen verzeichnet. Das sind – ohne Berücksichtigung von Nordrhein-Westfalen – 7,1 Prozent weniger als noch 2007.
Im Dezember 2008 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahresmonat hingegen um mehr als 13 Prozent auf 2.237, die der Verbraucherinsolvenzen um knapp 13 Prozent auf 8131. Zusammen mit den übrigen Insolvenzen stieg die Zahl der Schuldner damit um 12,4 Prozent auf 12.568.
ddp
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