Erneut haben Hacker Zugangsdaten von Passwörtern entwendet. 18 Millionen E-Mail-Konten und deren Passwörter sollen betroffen sein. Die aktuelle Missbrauchsgefahr ist sehr hoch.

Die Staatsanwaltschaft Verden hat einen Datensatz mit 18 Millionen gestohlenen Passwörtern sichergestellt. Das geht aus Informationen von Spiegel Online hervor. Wie viele der Zugangsdaten deutschen Nutzern zuzuordnen sind, sei derzeit noch unklar. Unter den gestohlenen Daten seien auch viele mit den Endungen .com.
Möglicherweise frische Datensätze
Laut Spiegel Online sei der Fall besonders brisant, da viele Daten aktuell sind und für kriminelle Aktivitäten wie beispielsweise das Versenden von Spam-Mails benutzt würden. Auch könne den Besitzern der gestohlenen Passwörter ein finanzieller Schaden entstehen.
Bereits 2013 hat die Staatsanwaltschaft Verden eine Datenbank mit 16 Millionen gestohlenen E-Mail-Adressen und den dazugehörigen Passwörtern sicherstellen können. Im damaligen Fall hat das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik 8BSI) eine Datenbank eingerichtet, mittels derer Benutzer überprüfen konnten, ob ihr Mailkonto betroffen war.
Deutsche Provider betroffen
Diese geschah allerdings erst einige Wochen nachdem das BSI von dem Datenklau erfahren hatte. Allerdings ist ein Teil der damals gestohlenen Daten veraltet und nicht mehr missbräuchlich nutzbar gewesen.
Laut Spiegel Online sind vom aktuellen Datendiebstahl alle großen deutschen E-Mail-Provider sowie mehrere internationale Anbieter betroffen. Darüber hinaus halte sich die Staatsanwaltschaft mit Informationen aus „ermittlungstechnischen Gründen“ derzeit noch bedeckt. dhz