Pannenstatistik 2013 Zwölf Modelle fallen durch

Die Pannenanfälligkeit von Autos hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gebessert. Dennoch spricht die aktuelle Statistik des ADAC eine andere Sprache. Gleich zwölf Wagentypen werden mit negativ bewertet. Daher die Forderung an die Hersteller: eine deutliche Verbesserung des elektrischen Energie-Managements.

Batterien und leere Tanks sind die häufigsten Ursachen für Autopannen. Das zeigt die Unfallstatistik 2013 des ADAC. - © Foto: Mario Hösel/fotolia

Gleich ein Dutzend Modelle schneidet in der ADAC Pannenstatistik 2013 besonders schlecht ab. Mit dem Urteil "wenig zuverlässig" wurden unter anderem so beliebte Fahrzeuge wie Fiat Ducato, Ford Mondeo und VW EOS bewertet.

Damit hat sich die generelle Pannenanfälligkeit aller Fahrzeuge seit der Einführung der ADAC Pannenstatistik im Jahr 1978 zwar kontinuierlich verbessert, allerdings offenbart die aktuelle Auswertung weiterhin eklatante Mängel.

Hauptursache und Ärgernis Nummer eins ist die Batterie: Jede dritte Panne war im Jahr 2012 schon bei jungen Fahrzeugen auf eine defekte oder entladene Batterie zurückzuführen. Ursache hierfür sind häufig Mängel in der Konzeption des elektrischen Fahrzeug-Managements.

So benötigen beispielsweise Fahrzeuge mit Start-Stop-Automatik meist eine spezielle AGM-Starterbatterie. Ist diese im Motorraum installiert, kann sie zu warm werden und schneller kaputt gehen.

Leerer Tank ist weiterer Grund

Allerdings liegt es nicht nur an der Batterie. Immer öfter rufen Fahrer den Pannendienst, weil sie keinen Sprit mehr haben. Nach Angaben der Pannenstatistik war ein leerer Tank zu 8,6 Prozent die Pannenursache. Grund dafür seien die neuen Bordcomputer, die ansagen, für wie viele Kilometer das Benzin noch reicht.

"Viele Fahrer vertrauen den Ansagen der Bordcomputer. Aber wenn sie abrupt die Fahrweise ändern, kann es sein, dass das Benzin viel schneller alle ist und das Auto liegen bleibt", sagt der ADAC-Experte Helmut Schmaler.

Mängel auch bei anderen Modellen

Konstruktionsmängel betreffen aber nicht nur teure Premium-Produkte. Auch technisch einfachere Fahrzeuge wie Honda Jazz oder Chevrolet Matiz landen bei den Zuverlässigkeitswerten weit abgeschlagen. Gerade bei ihnen wird oft an den sogenannten „Pfennigteilen“ gespart.

Dass das auch anders geht, beweist der Nissan Micra, der sich in derselben Preiskategorie bewegt. Der Japaner steht in der Pannenstatistik 2013 als bester Kleinwagen mit blütenreiner Weste ganz weit vorne.

Die jährlich erscheinende ADAC Pannenstatistik ist für viele Autofahrer ein wichtiges Kriterium für ihre Kaufentscheidung. Ausgewertet wurden dieses Jahr ca. 500.000 der über 2,6 Millionen Pannen in 2012. Herangezogen werden nur technische Pannen. Die betroffenen Autos sind dabei nicht älter als sechs Jahre, müssen in mindestens drei aufeinander folgenden Jahren im Wesentlichen unverändert gebaut und in einem der Jahre mindestens 10 000-mal zugelassen worden sein. In diesem Jahr erfüllen 93 Modellreihen diese Kriterien. dhz / dpa