Die Ernennung des bisherigen Kölner Weihbischofs Rainer Maria Woelki zum neuen Berliner Erzbischof hat in Berlin ein zwiespältiges Echo ausgelöst. Die Berliner CDU- Bundestagsabgeordnete Monika Grütters sagte dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe), sie hoffe, dass Gerüchte über Woelkis Nähe zur katholischen Laienorganisation Opus Dei nicht zuträfen: "Das wäre verheerend."
Zwiespältiges Echo in Berlin auf Ernennung Woelkis
Berlin (dapd). Die Ernennung des bisherigen Kölner Weihbischofs Rainer Maria Woelki zum neuen Berliner Erzbischof hat in Berlin ein zwiespältiges Echo ausgelöst. Die Berliner CDU- Bundestagsabgeordnete Monika Grütters sagte dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe), sie hoffe, dass Gerüchte über Woelkis Nähe zur katholischen Laienorganisation Opus Dei nicht zuträfen: "Das wäre verheerend." Der neue Erzbischof brauche "Offenheit für eine so heterogene Gesellschaft" wie die in Berlin. Dazu gehörten Diaspora-Erfahrung, Bereitschaft zur Ökumene und zum Zusammenleben mit anderen Religionen.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) erklärte, es gelte das Gebot der Fairness. Woelki sei "willkommen". Zugleich äußerte Thierse als langjähriges Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) aber "Erwartungen an einen Hauptstadtbischof": "Ich wünsche mir, dass er sich auf die Stadt einlässt und dass er bereit ist, mit den Christen beider Konfessionen in diesem Bistum zu kommunizieren", sagte Thierse. Gefragt sei außerdem die Bereitschaft zum Dialog mit Politik, Wissenschaft und Kultur. "Kleiner ist das nicht zu haben", fügte Thierse hinzu.
Woelki wird neuer Oberhirte der rund 390.000 Katholiken im Bistum Berlin. Papst Benedikt XVI. ernannte den Geistlichen am Samstag zum neuen Erzbischof von Berlin. Der 54-Jährige Würdenträger folgt Kardinal Georg Sterzinsky nach, der aus Gesundheitsgründen Ende Februar zurückgetreten war. Nach schwerer Krankheit verstarb der 75-Jährige am Donnerstag. Er hatte das Bistum fast 22 Jahre lang geleitet.
dapd
