Das Handwerk rechnet nach dem schwachen Jahresauftakt für das zweite Quartal 2010 mit einer spürbaren Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten. Neben dem allgemeinen Frühjahrsaufschwung werden hierzu auch Aufholeffekte beitragen, wovon insbesondere das Baugewerbe profitiert.
Zuversicht steigt: Die Ewartungen des Handwerks
Zudem sollte auch vom gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend wieder eine gewisse Unterstützung kommen. Insgesamt erwarten fast 80 Prozent der Betriebe eine gute oder befriedigende Geschäftstätigkeit und sind damit deutlich zuversichtlicher als vor einem Jahr. Der positive Trend war in allen Branchen festzustellen.
Im Baugewerbe wird der Saisonaufschwung durch Nachholeffekte verstärkt, die durch den ungewöhnlich kalten Winter entstanden sind. Außerdem kommen auch konjunkturelle Antriebskräfte zum Tragen. Während der Wohnungsbau vor allem von den sehr niedrigen Zinsen und den vergleichsweise robusten Einkommen der Privathaushalte profitiert, wirken sich bei den öffentlichen Bauinvestitionen hauptsächlich die Konjunkturprogramme positiv aus. Der Wirtschaftsbau setzt hingegen seine Talfahrt fort.
Im krisengeplagten Maschinenbau macht sich mit Blick auf die nächsten Monate verhaltener Optimismus breit. Die Auftragseingänge haben zuletzt Erholungstendenzen erkennen lassen. Vor allem die Auslandsbestellungen dürften im Sog der globalen Konjunkturbelebung weiter zunehmen und allmählich auch die inländische Nachfrage stimulieren.
Das Kraftfahrzeuggewerbe erwartet zwischen April und Juni eine saisonübliche Geschäftsbelebung. Ansonsten bleibt die Stimmung in den Betrieben angesichts der weiterhin stark rückläufigen Privatkundennachfrage nach neuen Autos ziemlich gedämpft. Die Branche hofft aber, dass die gewerblichen Kunden dieses Jahr wieder häufiger bestellen und somit die Umsatzverluste im Handelsgeschäft etwas aufgefangen werden.
Die Lebensmittelhandwerker befinden sich weiterhin in einer konjunkturellen Seitwärtsbewegung. Die Verkaufstätigkeit wird im zweiten Quartal an Tempo gewinnen, diese Beschleunigung ist allerdings ausschließlich den jahreszeitlich bedingten Aufwärtskräften geschuldet.
dhz