Erwartungen für das Handwerk für das vierte Quartal 2010.
Zuversicht hält an
Das Handwerk ist für das Schlussquartal recht optimistisch gestimmt. Der Umfrage zufolge erwarten 85 Prozent eine gute oder befriedigende Geschäftssituation. Die Zuversicht der vorwiegend binnenmarktorientierten Branche beruht vor allem auf der anhaltenden Erholung der Inlandskonjunktur. Die Handwerksumsätze werden daher im vierte Quartal erneut höher sein als vor Jahresfrist, so dass auch für das gesamte Jahr 2010 ein leichtes Umsatzplus möglich ist.
In der Bauwirtschaft setzt sich der Aufwärtstrend fort. Der Wohnungsbau profitiert von den attraktiven Hypothekenzinsen und den wieder steigenden Mieten. Auch der hohe Sanierungs- und Modernisierungsbedarf stützt die Wohnungsbauinvestitionen. Der gewerbliche Bau wird dank der allgemeinen Konjunkturerholung und gewisser Nachholeffekte ebenfalls zulegen. Im öffentlichen Bau sorgen die noch zu verwirklichenden Bauvorhaben aus den staatlichen Förderprogrammen für steigende Produktionszahlen.
Der Maschinenbau bleibt im konjunkturellen Aufwind. Getragen wird die positive Entwicklung weiterhin von aus- und inländischen Auftragszuwächsen. Letztere erhalten dabei durch das Auslaufen der degressiven Abschreibung einen zusätzlichen Impuls. Inzwischen kalkulieren Branchenexperten für das Jahr 2010 mit einem Produktionsanstieg von acht Prozent.
Das Kraftfahrzeuggewerbe erwartet für die nächsten Monate eine weitere leichte Verbesserung der Geschäftslage. Im Neuwagenhandel wird sich der Normalisierungsprozess nach der letztjährigen Sonderentwicklung (Stichwort: Abwrackprämie) fortsetzen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt dürfte der positive Trend anhalten. Denn nach einer Studie der Nürnberger GfK ziehen die Autofahrer derzeit einen preiswerten Gebrauchtwagen fabrikneuen Modellen vor. Schließlich zeichnet sich im Servicebereich eine stabile Auftragsentwicklung ab.
Das Lebensmittelhandwerk rechnet im vierten Quartal mit einer saisonbedingten Verkaufsbelebung, wobei die Konditoren erfahrungsgemäß den stärksten Nachfrageschub verzeichnen werden. Ferner könnte der Branche auf mittlere Sicht die anziehende Verbrauchskonjunktur zugutekommen.
dhz