ADAC Zu geringer Reifendruck beeinträchtigt Fahrverhalten

Etwa jedes zweite Fahrzeug in Deutschland ist mit falschem Reifendruck unterwegs. Zu geringer Druck erhöht aber nicht nur Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß, sondern kann auch Reifenschäden verursachen. Laut einer Untersuchung des ADAC beeinflusst zu geringer Luftdruck zudem die Fahrstabilität.

Zu geringer Reifendruck beeinträchtigt Fahrverhalten

Ferner können wegen zu geringen Reifendrucks an einzelnen Rädern bei Fahrerassistenzsystemen wie ABS und ESP Fehlfunktionen auftreten.

Diese Auswirkungen zeigen sich besonders an den Vorderreifen. Bereits eine Druckminderung an einem Rad um 0,5 bar wirkt sich etwa auf das Aquaplaningverhalten in Kurven negativ aus, warnt der Autoclub. Bei stärkerem Druckverlust verschlechtern sich die Fahreigenschaften noch deutlicher, da der betroffene Reifen in der Kurve nur einen Teil der möglichen Seitenkräfte übertragen kann.

Nicht ganz so stark macht sich ein Druckverlust an nur einem Hinterrad bemerkbar. Hier kommt es vor allem dann zu Problemen, wenn die Seitenführungskräfte der Reifen gefragt sind, etwa bei einem Spurwechsel oder in Kurven. Fehlt in allen vier Reifen ein Druck von 1,0 bar, verschlechtern sich die Fahreigenschaften drastisch. Gleichzeitig steigt der Verbrauch um bis zu 0,3 Liter je 100 Kilometer.

Generell erhöhe sich bei zu niedrigem Luftdruck auch der Verschleiß, betonen die ADAC-Fachleute. Weil Gummi und Karkasse während der Fahrt stärker verformt werden, erwärmt sich der Reifen. Der Abrieb wird größer. Ist nur noch sehr wenig Luft im Reifen (unter 1,0 bar) kann es sogar zu Schäden am Innenleben des Reifens kommen. Weil man es einem Reifen kaum ansieht, ob er zu wenig Luft hat, rät der ADAC den Autofahrern dringend, die Reifen regelmäßig – möglichst alle 14 Tage – auf korrekten Druck zu kontrollieren. Die Fahrzeughersteller sollten serienmäßig Reifendruck-Kontrollsysteme anbieten, wünscht sich der Autoclub.

ddp