Die Union hat bereits einen vorgeschlagenen Kandidaten als zu leichtgewichtig abgelehnt Zeitung: Koalitionsstreit blockiert Entscheidung über Harms-Nachfolge

Die Suche nach einem Nachfolger der im Herbst aus dem Amt scheidenden Generalbundesanwältin Monika Harms gestaltet sich offenbar schwierig. Einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten" (Freitagausgabe) zufolge blockiert Streit in der Regierungskoalition zwischen Union und FDP derzeit eine Entscheidung in der Angelegenheit.

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Zeitung: Koalitionsstreit blockiert Entscheidung über Harms-Nachfolge

Karlsruhe (dapd). Die Suche nach einem Nachfolger der im Herbst aus dem Amt scheidenden Generalbundesanwältin Monika Harms gestaltet sich offenbar schwierig. Einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten" (Freitagausgabe) zufolge blockiert Streit in der Regierungskoalition zwischen Union und FDP derzeit eine Entscheidung in der Angelegenheit. Die Union akzeptiere die bisherigen personellen Vorstellungen von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nicht, die einen liberalen Kandidaten favorisiere.

Die Union habe bereits einen vorgeschlagenen Kandidaten als zu leichtgewichtig abgelehnt. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte der Zeitung: "Der Vorschlag muss schon gut begründet sein. Es wäre gut, wenn wir in der Koalition Einvernehmen erzielten."

Harms ist seit 1. Juni 2006 Generalbundesanwältin. Sie wird am 29. September 65 Jahre alt.

dapd