Der Deutschen Bank droht Medienberichten zufolge ein weiteres juristisches Verfahren in den USA.
Zeitung: Deutscher Bank droht neues Verfahren in den USA
New York/Frankfurt (dapd). Der Deutschen Bank droht Medienberichten zufolge ein weiteres juristisches Verfahren in den USA. Die "New York Times" berichtete am Wochenende unter Berufung auf informierte Kreise, die Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten New York und Delaware, Eric Schneiderman und Joseph Biden, hätten das Frankfurter Institut aufgefordert, Informationen im Zusammenhang mit gebündelten Hypothekenkrediten abzugeben. Dabei gehe es um die Rolle der Bank als Treuhänder.
Konkret überprüften die Ermittler, ob diese Geschäfte sauber dokumentiert wurden und die Verpflichtungen gegenüber den Investoren der Kreditverbriefungen erfüllt wurden, berichtete die Zeitung.
Sogenannte Trustees sind bislang nicht im Fokus der juristischen Aufarbeitung der Finanzkrise gewesen. Sie vergeben nicht die Kredite, sondern sind lediglich für die genaue Auflistung aller Unterlagen für die Käufer der Kreditverbriefungen zuständig.
Sollte sich herausstellen, dass die Banken ihre Aufgabe nicht den Prospekten der gebündelten Hypothekenkredite entsprechend wahrgenommen haben, könnten der Untersuchung teure Zivilprozesse folgen. Sprecher beider Banken wollten sich laut der Zeitung zu dem Thema nicht äußern.
dapd
