Sommer-und Winterzeit Zeitumstellung: EU-Parlament stimmt für Abschaffung

Die Zeitumstellung wird 2021 abgeschafft – dafür hat das EU-Parlament gestimmt. Doch bis es tatsächlich so weit ist, stehen noch wichtige Schritte an.

Das EU-Parlament hat dafür gestimmt, dass 2021 die Zeitumstellung abgeschafft wird. - © lefebvre_jonathan – stock.adobe.com

Das EU-Parlament hat sich für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. 2021 sollen demnach ein letztes Mal die Uhren in Mitteleuropa umgestellt werden. 410 der Abgeordneten in Straßburg stimmten dafür, 192 dagegen. 51 enthielten sich der Stimme. Mit der Zustimmung folgte das Parlament einer Empfehlung des zuständigen EU-Verkehrsausschusses. Für die tatsächliche Abschaffung muss allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedsstaaten erzielt werden.

Abstimmung nur ein Zwischenschritt

Die Abstimmung im EU-Parlament war eine wichtige Hürde für das Ende der Zeitumstellung. Bei der Entscheidung des Parlamentes handelt es sich jedoch nur um einen Zwischenschritt. Denn bevor die endgültige Entscheidung und die tatsächliche Gesetzgebung kommen können, müssen sich erst die EU-Verkehrsminister auf eine gemeinsame Linie einigen. Anschließend müssen sie mit Unterhändlern des EU-Parlaments einen gemeinsamen Kompromiss finden.

EU-Staaten sollen über Zeit selber entscheiden

Das Europaparlament plant, dass jeder Mitgliedsstaat selbst entscheiden kann, ob er in zwei Jahren eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit einführen will. So wäre es möglich, dass sich Deutschland etwa anders entscheidet wie Frankreich und die Länder somit in unterschiedlichen Zeitzonen liegen würden. Ein "Koordinierungsmechanismus" soll deshalb einen drohenden Zeit-Flickenteppich in Europa kontrollieren. Ein Gremium, das aus Vertretern von Kommission und Mitgliedsstaaten, soll über eine möglichst einheitliche Regelung entscheiden. dhz