Die Zeit zur Ermittlung der Quelle der jüngsten EHEC-Welle wird nach Ansicht eines WHO-Experten zunehmend knapp. "Wenn wir den Ursprung nicht innerhalb einer Woche gefunden haben, dann werden wir möglicherweise nie herausfinden, wie es zu dem Ausbruch kam", sagte Guenael Rodier am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.
Zeit zur Ermittlung der EHEC-Quelle wird laut WHO knapp
London (dapd). Die Zeit zur Ermittlung der Quelle der jüngsten EHEC-Welle wird nach Ansicht eines WHO-Experten zunehmend knapp. "Wenn wir den Ursprung nicht innerhalb einer Woche gefunden haben, dann werden wir möglicherweise nie herausfinden, wie es zu dem Ausbruch kam", sagte Guenael Rodier am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.
Das mit dem gefährlichen Erreger belastete Gemüse sei vermutlich bereits vom Markt verschwunden, sagte Rodier weiter. Für die deutschen Behörden werde es daher sehr schwer, betroffene Patienten mehrere Wochen nach der ersten Infektion noch mit bestimmten Produkten in Verbindung zu bringen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts werden in Deutschland bisher mindestens 22 Todesfälle mit EHEC in Verbindung gebracht. Als Quelle des Erregers waren zunächst Gurken aus Spanien und später Sprossen angegeben worden. In beiden Fällen konnte der Verdacht jedoch nicht bestätigt werden.
dapd
