Erich Sokol gilt als einer der profiliertesten und international renommiertesten Zeichner, Karikaturisten und Cartoonisten Österreichs. Neben seiner Tätigkeit bei bedeutenden österreichischen und internationalen Zeitschriften und Zeitungen arbeitete Erich Sokol auch für das Magazin Playboy. Eine Ausstellung ist im Karikaturmuseum Krems zu sehen.
Zeichnungen, die man liebt
Gegründet im Dezember 1953 – mit Marilyn Monroe auf der ersten Titelseite – entwickelte sich de Playboy sehr rasch zu einem Erfolgsmagazin und besitzt heute Kultstatus. Erich Sokol (1933-2003) lernte Hugh Hefner, den Gründer und Herausgeber während seines Studiums in den USA kennen und bereits 1957 wurden seine ersten Cartoons im Playboy veröffentlicht. Sokol war – mit einer längeren Unterbrechung – bis zu seinem Tod für Playboy tätig und hat mit seinen herausragenden Cartoons das Magazin über viele Jahre wesentlich mitgeprägt.
Die Ausstellung "Erich Sokol. Playboy Cartoons" präsentiert erstmals in Österreich Sokols Schaffen für den Playboy und bietet einen Überblick über seine künstlerische Entwicklung anhand des Themas Erotik. Neben reichem dokumentarischen Material werden 130 Originale, darunter mehr als 80 Playboy-Cartoons sowie 40 frühe Werke und Skizzen ausgestellt.
Die Arbeiten stammen aus dem Besitz der Erich Sokol Privatstiftung, Mödling/Annemarie Sokol, aus der Sammlung des Landes Niederösterreich und dem Wilhelm-Busch-Museum Hannover/Deutsches Museum für kritische Grafik sowie aus dem Bestand von Playboy.
Paul Flora und der Rabe
Paul Floras Zeichnungen haben keine Erklärung nötig, sie brauchen keine Übersetzung. Sie enthalten viel mehr Schichten, als ein nur flüchtiger Blick erkennen könnte. Mit subtilem Humor und Ironie hat Flora über die Jahrzehnte Themen entwickelt und variiert, etwa den Karneval von Venedig, das Militär und das Theater, das "verwurzelte" Tirolertum, die Raben und andere Naturgeschöpfe.
Sein Lieblingswerkzeug war die Tuschfeder, sein Wappentier der Rabe, ihn interessierte vor allem das Widersprüchliche, das Skurrile, das Vergehende. Paul Flora (1922 – 2009) war nicht nur einer der bedeutendsten Zeichner, Bildsatiriker und Illustratoren Österreichs, sondern auch ein eigenwilliger Denker, eine außergewöhnliche Persönlichkeit und ein wichtiger Mentor der österreichischen Zeichnerszene. Sein künstlerisches Werk ist gekennzeichnet durch großen stilistischen Reichtum und inhaltliche Spannbreite, wobei Flora sich auch in seiner Tätigkeit als politischer Karikaturist für das Wochenmagazin Die Zeit immer als Zeichner verstanden hat.
Das Karikaturmuseum Krems widmet Paul Flora eine umfassende Ausstellung, die einen Überblick über sein künstlerisches Gesamtwerk und einen Einblick in seine Bildthemen, seine technische Meisterschaft und dem ihm eigenen Witz gibt, der von beißender Satire über milde Ironie bis hin zu gelassenem Humor reicht.
Im Rahmen der Ausstellung werden Arbeiten aus allen Schaffensphasen Paul Floras präsentiert, die den Einfallsreichtum, die Sensibilität und Variabilität dieses großen Zeichners demonstrieren. Die Ausstellung läuft vom 7. November 2010 bis 31. Januar 2011.
Information: Tel: +43/2732 908020 -177, Fax: +43/2732 908011 , E-Mail: anmeldung@karikaturmuseum.at
hjs