Datenschutz im Internet Zehn Tipps für sichere Passwörter

Private- und betriebliche Daten müssen immer besser vor Hackerangriffen und Spionageprogrammen geschützt werden. Dafür ist die Wahl eines komplexen Passwortes entscheidend. Aber welche Kombination ist wirklich sicher?

Unkreative Passwörter wie einfache Buchstaben- oder Zahlenkombinationen können ganz leicht geknackt werden. "123456" zählt auf jeden Fall zu den einfachsten Passwörtern der Welt. - © colourbox.de

Kundenrechnungen, Betriebsausgaben und Konstruktionsanleitungen – Computer bewahren sensible Daten auf. Mit Passwörtern für das E-Mail-Konto, Online-Banking und Soziale Netzwerke sollen diese Daten geschützt werden. Aber immer wieder gelingt es Hackern, persönliche Accounts zu knacken und auf kosten dieser Personen online einzukaufen oder private Fotos und Dokumente zu entwenden.

Oft sind zu einfache Passwörter Schuld am Datenklau. Wer seine Accounts nur mit "12345" sichert, muss sich nicht wundern. Wie ein sicheres Passwort aussehen muss, darüber informiert ein Flyer des eBusiness Lotsen Magdeburg.

1. Jeden PC im Betrieb schützen

Hackern ist es egal, wem der ausgespähte PC gehört. Wenn der Computer eines einzigen Mitarbeiters ausspioniert wird, dann ist die Sicherheit des gesamten Betriebs gefährdet. Daher ist ein sicheres Passwort für jeden PC im Betrieb wichtig.

2. E-Mail-Postfach besonders schützen

Wer mal ein Passwort vergessen hat, kann sich meistens per Email ein neues zusenden lassen. Was aber, wenn der Zugang zum Postfach geknackt wird? Dann können Betrüger ganz einfach ihre Passwörter für Ebay oder das Online-Banking ändern. Der Mail-Account sollte daher besonders geschützt werden.

3. Keine offensichtlichen Passwörter verwenden

Marie, Alexander oder 5.7.1972 sind keine sicheren Passwörter. Die Namen von Kindern, Tieren, das Autokennzeichen oder das Geburtsdatum können zu leicht erraten werden.

4. Keine Begriffe aus dem Wörterbuch verwenden

Datendiebe können verschlüsselte Passwörter klauen und diese in wenigen Minuten mit tausenden Wörtern aus dem Duden oder Wikipedia vergleichen. Wörter, wie zum Beispiel Sonnenblume, Meister oder Auto sind so ganz einfach zu knacken.

5. Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen verwenden

Je länger das Passwort, desto besser. Um ein fünfstelliges Passwort zu identifizieren benötigt die Spezialsoftware gerademal einen Tag. Bei acht Buchstaben wird es schon schwieriger. Am besten sind Kombinationen aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Besonders Umlaute sind gut, da viele ausländischen Angreifer diese nicht kennen und beim Scannen nicht berücksichtigen.

Wer sich kein sicheres Passwort ausdenken mag, kann sich online Hilfe holen. Ein Passwortgenerator, erstellt kostenlos ein sicheres Passwort, wie zum Beispiel mWi2h@Jm.

Ein guter Tipp, um sich Zahlen- und Buchstabenfolgen besser zu merken, ist es die ersten Buchstaben von Sätzen oder Wörtern zu verwenden. Fügt man dann noch Sonderzeichen ein, entsteht ein sicheres Passwort. PfüW14n$ - diese Kombination sieht auf den ersten Blick recht kompliziert aus, steht aber für den einfachen Satz "Peter fliegt über Weihnachten 2014 nach Amerika".

6. Kein Passwort weitergeben

Passwörter sollten nicht aufgeschrieben und nicht an Kollegen oder den Chef weitergegeben werden. Nur im Rahmen von Notfallregelungen dürfen Passwörter einer anderen Person anvertraut werden, zum Beispiel an Systemadministratoren.

7. Passwörter verdeckt eingeben

Ob im Betrieb, im Zug oder bei einer Konferenz. Bei der Eingabe des Passwortes sollten Kollegen oder Kunden nicht über die Schulter schauen können. Zudem sollten E-Mails nur auf vertrauten PCs geprüft werden.

8. Passwörter nur einmal verwenden

Das Passwort für die Mails sollte nicht für andere Konten genutzt werden. Auf unseriösen Seiten könnten Passwörter abgefangen oder weitergeleitet werden. Dann sind auch die E-Mails nicht mehr sicher.

9. Passwörter regelmäßig ändern

Auch sichere, achtstellige Passwörter sollten regelmäßig geändert werden. Dabei am besten keine Zahlenfolgen, wie den Monat anhängen, sondern ein komplett neues Passwort erstellen. Vorgegebene Passwörter sollten direkt bei der ersten Verwendung ausgetauscht werden.

10. Passwörter nicht im Browser speichern

Wer sich Passwörter schlecht merken kann, nutzt oft die "Passwort-speichern"-Funktion im Browser. Aber, wenn ein Dieb Zugang zum Rechner hat, kann er so ganz einfach die Kombination auslesen. Also besser das Passwort merken und nicht im Browser speichern. jb