Sachsens FDP-Landeschef kritisiert die Politik der Partei auf Bundesebene Zastrow fordert von FDP Einhaltung der Wahlversprechen

Die Liberalen haben nach Ansicht des sächsischen FDP-Landesvorsitzenden Holger Zastrow zu wenige ihrer Wahlversprechen gehalten. Beispielsweise habe die Partei so gut wie nichts getan, um Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten, sagte Zastrow am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".

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Zastrow fordert von FDP Einhaltung der Wahlversprechen

Berlin (dapd). Die Liberalen haben nach Ansicht des sächsischen FDP-Landesvorsitzenden Holger Zastrow zu wenige ihrer Wahlversprechen gehalten. Beispielsweise habe die Partei so gut wie nichts getan, um Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten, sagte Zastrow am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn die Partei endlich anfange, Wort zu halten und Versprechen einzulösen, würden auch die Umfragewerte wieder besser werden.

Zastrow verteidigte sowohl die Arbeit der Fraktionsvorsitzenden Birgit Homburger als auch des FDP-Wirtschaftsministers Rainer Brüderle. Brüderle stehe für eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik und zeige die Durchsetzungskraft, an der es der FDP häufig mangele, fügte Zastrow hinzu.

Mit Blick auf die Personal- und Führungsdebatte in der FDP sagte Zastrow, die Partei müsse aus den vergangenen Jahren die Lehre ziehen, nicht nur eine "Einpersonen-Show" zu betreiben. Die Partei müsse sich personell breiter aufstellen mit Persönlichkeiten, die für unterschiedliche Themen stünden. Dafür bräuchte es auch "fleißige Arbeiter" wie Homburger.

Die FDP entscheidet auf ihrem Bundesparteitag in Rostock vom 13. bis 15. Mai über den neuen Parteivorsitz. Zuvor trifft sich die Bundestagsfraktion am 8. und 9. Mai zu einer Klausur in Berlin.

dapd