Immer mehr Frauen gründen ein Unternehmen. Das geht aus einer vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragte Studie hervor, die bei der Veranstaltung "Frauen, die Wachstum schaffen - Unternehmerinnen im Gespräch mit Politikern" in Berlin vorgestellt wurde. In Deutschland gebe es aber immer noch zu wenige von Inhaberinnen geführte Unternehmen, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.
Die Zahl der selbstständigen Frauen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Im 2011 waren 51 Prozent mehr Frauen in einer Selbstständigkeit ohne Beschäftigte als noch 2002, wie die Studie von Ramboll Management Consulting ergab. Die Zahl der selbstständigen Frauen mit Beschäftigen stieg demnach im gleichen Zeitraum um acht Prozent.
Die unternehmerischen Motive von Männern und Frauen unterschieden sich der Studie zufolge unter anderem dadurch, dass Unternehmerinnen neben der Umsatz- und Gewinnorientierung tendenziell noch stärker auch einen sozialen Beitrag leisten wollen.
Erhebliche Wachstumspotenziale
Es gebe jedoch noch immer zu wenige Inhaberinnen geführte Unternehmen, sagte Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Rösler: "Indem wir den weiblichen Unternehmergeist stärken, können wir in Deutschland und Europa erhebliche Wachstumspotenziale heben. Dabei spielen insbesondere auch Vorbilder erfolgreicher Unternehmerinnen, die selbstbewusst ihre Ziele erreichen, eine wichtige Rolle."
Daniel Calleja Crespo, Generaldirektor der Generaldirektion Unternehmen und Industrie bei der EU-Kommission, hob hervor: "Wir müssen sicherstellen, dass Frauen ihr Unternehmen in einem wachstumsfreundlichen Umfeld gründen können. Dafür müssen wir als politische Verantwortliche die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, die den Unternehmerinnen nachhaltiges und erfolgreiches Wachstum ermöglichen. Ein Feld, in dem wir aktiv werden müssen, ist der Zugang zu Finanzierung für Wachstum, der für Frauen erleichtert werden sollte." dapd
