Arbeitssicherheit Zahl der Arbeitsunfälle gestiegen

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist im vergangenen Jahr auf knapp eine Million angewachsen. Betroffen von der Zunahme seien vor allem die Branchen Maschinen- und Metallbau, Feinmechanik und Elektrotechnik. Von Karin Birk, Berlin

Zahl der Arbeitsunfälle gestiegen

„Wir vermuten, dass auch hinter dem Anstieg der aktuellen Unfallzahlen der wirtschaftliche Aufschwung steht“, sagte der Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu den vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen, nach denen die meldepflichtigen Arbeitsunfälle 2007 um drei Prozent auf 977.297 zugenommen hätten.

Betroffen von der Zunahme seien vor allem die Branchen Maschinen- und Metallbau, Feinmechanik und Elektrotechnik sowie Verwaltungen. Dagegen hätten die Arbeitsunfälle im Bau abgenommen. Noch lägen aber keine Zahlen über die insgesamt abgeleisteten Arbeitsstunden vor, so dass man noch keine Aussage zum Unfallrisiko machen könne. Erst im Sommer könne abschließend gesagt werden, ob sich die Sicherheit bei der Arbeit wie in den Vorjahren verbessert habe.

Insgesamt abgenommen haben nach Auskunft des Verbandes dagegen die schweren und die tödlichen Arbeitsunfälle sowie die gesamten Wegeunfälle. So ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle auf 630 (Vorjahr: 711) und der tödlichen Wegeunfälle auf 496 (535) zurückgegangen. Gesunken sei auch die absolute Zahl der schweren Arbeitsunfälle, so dass auch die Zahl der neuen Unfallrenten aus Arbeitsunfällen um 7,9 auf 17.158 zurückging. Das gleiche gilt für die Wegeunfälle: Sie haben um 12,6 auf 167.054 abgenommen, so dass auch hier die Zahl der neuen Unfallrenten abgenommen hat.

Wie der Verband weiter mitteilte, ist die Zahl der Anzeigen auf den Verdacht einer Berufskrankheit um drei Prozent auf 63.284 gestiegen. Allerdings bestätigte sich nur in 23.817 Fällen der Verdacht auf eine Berufskrankheit. Das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten, aus denen ein Leistungsanspruch entsteht, ist nach Angaben des Verbandes um 3,4 Prozent auf 13.666 Fälle zurückgegangenen. Das gleiche gelte auch für die Zahl der neuen Renten infolge einer Berufskrankheit. Sie seien um 13,6 Prozent auf 4.126 Fälle gesunken.