34 Jahre nach Walter Scheel hat Bundespräsident Christian Wulff dem mittelamerikanischen Costa Rica wieder einen Staatsbesuch abgestattet. "Ich will nicht nur die großen Länder besuchen, sondern auch die kleinen", sagte Wulff, der im Verlauf seiner einwöchigen Lateinamerikareise zuvor in Mexiko war und am Mittwoch nach Brasilien weiterreisen wollte.
Wulff zu 20-Stunden-Staatsbesuch in Costa-Rica
San Jose (dapd). 34 Jahre nach Walter Scheel hat Bundespräsident Christian Wulff dem mittelamerikanischen Costa Rica wieder einen Staatsbesuch abgestattet. "Ich will nicht nur die großen Länder besuchen, sondern auch die kleinen", sagte Wulff, der im Verlauf seiner einwöchigen Lateinamerikareise zuvor in Mexiko war und am Mittwoch nach Brasilien weiterreisen wollte.
"Es ist sinnvoll, hier Flagge zu zeigen", sagte der Bundespräsident bei seinem 20-stündigen Aufenthalt in Costa Rica, das flächenmäßig etwa so groß wie Niedersachsen ist. Das stabile Land sei ebenso wie die Bundesrepublik demokratischen Werten verbunden.
Nach einem Gespräch mit seiner Amtskollegin Laura Chinchilla nahm der Bundespräsident in der Hauptstadt San Jose an einer Feier zur Einweihung der restaurierten Kuppel des Nationaltheaters teil, die mit deutscher Hilfe wiederhergestellt wurde.
Bei seinem Besuch in Costa Rica gehe es ihm um die "Pflege von Beziehungen, die Anknüpfungspunkte unterschiedliche Art haben", betonte Wulff. Im Braulio Carrillo Nationalpark informierte er sich am Mittwoch über den Zustand des Regenwaldes. Der Bundespräsident bezeichnete Costa Rica, das auf erneuerbare Energien setzt und bis in zehn Jahren eine ausgeglichene CO2-Bilanz aufweisen will, als "Vorbild für den Klimaschutz".
Präsidentin Chinchilla bedankte sich für den "kurzen Abstecher" Wulffs. In ihrem Land stünden "die Türen für deutsche Unternehmen offen", insbesondere für Firmen der Wind- und Solarenergie. Sie bekräftigte das "ambitionierte Ziel" ihres Landes, den Energiebedarf bis 2021 komplett mit erneuerbaren Energien zu decken. Bereits jetzt liege dieser Anteil bei 95 Prozent.
Zuletzt hatte im Jahr 1977 Bundespräsident Scheel das kleine Land zwischen Pazifik und Karibik besucht.
dapd
