Bundespräsident Christian Wulff hat beim Kirchentag in Dresden für eine offene Gesellschaft geworben. "In der globalen Welt wird es nur miteinander oder gar nicht gehen", sagte das Staatsoberhaupt am Donnerstag auf dem Kirchentag bei einer Diskussionsrunde mit jungen Migranten. Es gebe nicht die Möglichkeit, sich abzuschotten in seiner eigenen, früher vielleicht vorhandenen Homogenität.
Wulff wirbt auf Kirchentag für offene Gesellschaft
Dresden (dapd). Bundespräsident Christian Wulff hat beim Kirchentag in Dresden für eine offene Gesellschaft geworben. "In der globalen Welt wird es nur miteinander oder gar nicht gehen", sagte das Staatsoberhaupt am Donnerstag auf dem Kirchentag bei einer Diskussionsrunde mit jungen Migranten. Es gebe nicht die Möglichkeit, sich abzuschotten in seiner eigenen, früher vielleicht vorhandenen Homogenität. "Wir brauchen Offenheit für Fremdes und Fremde." Er sei überzeugt, dass sich offene Gesellschaften besser entwickeln würden als geschlossene.
Wulff bezeichnete Integration in Deutschland als eine faszinierende Aufgabe, bei der man "sich selbst was abverlangt und von anderen was verlangt". Dies sei Voraussetzung, damit der Zusammenhalt und das Zusammenleben in Deutschland überhaupt gelingen und Beispiel sein könne für eine bessere Welt des Miteinanders. An der Diskussion mit dem Titel "Wieviel Integration braucht die Demokratie" nahmen mehrere junge Deutsche ausländischer Abstammung teil.
Der Evangelische Kirchentag war am Mittwochabend mit drei großen Gottesdiensten unter freiem Himmel in der Dresdner Innenstadt eröffnet worden.
dapd
