Nach Angaben der UN sind derzeit weltweit mehr als 15 Millionen Menschen auf der Flucht Wulff fordert mehr Anstrengungen in Flüchtlingspolitk

Bundespräsident Christian Wulff ruft Europa zu größeren Hilfen für die Flüchtlinge in der Welt auf. "Für ein Europa, das in Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie lebt, muss es selbstverständlich sein, Solidarität gegenüber denen zu zeigen, die schutzbedürftig sind", sagte Wulff am Montag anlässlich des Weltflüchtlingstages in Berlin.

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Wulff fordert mehr Anstrengungen in Flüchtlingspolitk

Berlin (dapd). Bundespräsident Christian Wulff ruft Europa zu größeren Hilfen für die Flüchtlinge in der Welt auf. "Für ein Europa, das in Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie lebt, muss es selbstverständlich sein, Solidarität gegenüber denen zu zeigen, die schutzbedürftig sind", sagte Wulff am Montag anlässlich des Weltflüchtlingstages in Berlin. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit weltweit mehr als 15 Millionen Menschen auf der Flucht.

Wulff sagte, in der Flüchtlingspolitik müssten die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten eng zusammenarbeiten. Reformbedarf gebe es bei der Visavergabe. Flexiblere Regelungen seien dringend nötig, um vorübergehende Aufenthalte beispielsweise für Ausbildungsprojekte zu ermöglichen. So könne nicht zuletzt der Aufbau demokratischer Strukturen in Nordafrika unterstützt werden.

Wulff verwies auf das Schicksal der sogenannten Bootsflüchtlinge. Er beklagte, dass seit Anfang des Jahres im Mittelmeer 1.200 Menschen ertrunken seien. "Diese menschliche Tragödie darf uns niemals gleichgültig sein", mahnte Wulff. Zugleich lobte er die humanitäre Hilfe, die Deutschland in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen in Nordafrika leiste. "Aber über die Versorgung in den Lagern hinaus können wir noch mehr tun", betonte er.

dapd