Regierender Bürgermeister glaubt nicht an ein anhaltendes Hoch der Grünen Wowereit geht von klarem SPD-Wahlsieg in Berlin aus

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) geht bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September von einem klaren Wahlsieg seiner Partei aus. "Ich bin sehr optimistisch, dass die SPD vor den Grünen und der Union liegen wird", sagte Wowereit der Nachrichtenagentur dapd.

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Wowereit geht von klarem SPD-Wahlsieg in Berlin aus

Berlin (dapd). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) geht bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September von einem klaren Wahlsieg seiner Partei aus. "Ich bin sehr optimistisch, dass die SPD vor den Grünen und der Union liegen wird", sagte Wowereit der Nachrichtenagentur dapd. Er glaube auch nicht, dass es zwischen SPD und Grünen eng werde, weil die Atomkatastrophe von Japan als aktuelles Hauptthema der Grünen nicht dauerhaft tragen werde.

Einer Umfrage zufolge lagen die Grünen in Berlin mit um die 29 Prozent zuletzt wieder knapp vor den Sozialdemokraten, die auf etwa 27 Prozent kamen. Gleichzeitig hatte Wowereit bei den Persönlichkeitswerten seinen Vorsprung vor der Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast ausgebaut.

Wowereit erwartet einen harten Wahlkampf. Er habe aber wie in früheren Jahren nicht die Absicht, "einen aggressiven, persönlich verletzenden Stil" zu pflegen. Der Regierungschef reagierte damit auf die Ankündigung von Künast, dass es jetzt "kein Bussi-Bussi" mehr geben werde. Künast müsse selbst wissen, mit welcher Strategie sie in den Wahlkampf gehe, sagte Wowereit.

In Sachfragen werde er jedoch klar und eindeutig seine Position deutlich machen, kündigte der Regierende Bürgermeister an. Als Beispiel nannte er die umstrittenen Infrastrukturprojekte wie den Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) oder die Verlängerung der Autobahn 100, für die er sich im Unterschied zu Grünen und Linken mit Nachdruck einsetze. Beide Vorhaben seien für das Berliner Wirtschaftswachstum unabdingbar.

Er kämpfe um jede Stimme, sagte Wowereit. Allerdings werde er keinen Wahlkampf machen, in dem er ein paar Klientel-Interessen befriedige, nur um bei dem einen oder anderen Wähler mehr zu punkten. Er stehe dafür, dass die SPD Politik für die gesamte Stadt mache. Polarisierung in der politischen Auseinandersetzung habe dort ihre Grenzen, wo sie spalte statt zusammenzuführen.

dapd