Weltmeisterschaften der Berufe WorldSkills in Brasilien: In einem Monat geht es los

Sie wollen in die Fußstapfen von Schweinsteiger, Müller und Co. treten: Die deutsche Mannschaft bei den WorldSkills, die im August in Sao Paolo beginnt. Das Training war hart, die Ansprüche sind hoch.

In weniger als einem Monat geht es für die Teilnehmer der WorldSkill 2015 in Brasilien los. - © Foto: WorldSkills Germany/Frank Erpinar

Die Abschlusstrainings stehen an, in weniger als einem Monat geht es los: Am 5. August fliegt die deutsche Mannschaft nach Brasilien. Deutschland schickt 41 Teilnehmer nach Sao Paolo, die sich bei den WorldSkills 2015, den Weltmeisterschaften der Berufe , dem internationalen Wettbewerb stellen.

Dann heißt es für die Jugendlichen alles geben. Monatelanges hartes Training liegt dann hinter ihnen – meist am Wochenende neben dem Beruf. Doch die Motivation ist hoch.  

Training mit Konkurrenten

Simon Rehm, Europameister der Zimmerer, möchte möglichst einen Platz auf dem Podium erreichen. "Ich weiß, wenn alles passt und ich keinen Durchhänger habe, dann ist alles drin", sagt er. Seit Herbst ist er alle sechs Wochen zum speziellen Trainings gefahren. Das Werkzeug dafür musste er sich zuletzt allerdings leihen – sein eigenes Werkzeug für den Wettkampf ist bereits in Brasilien.

Einige der Teilnehmer haben schon mit Konkurrenten aus anderen Nationen unter Wettkampfbedingungen trainiert. Und auch anderweitig bereiten sie sich auf die Weltmeisterschaften vor: Beim zweiten Vorbereitungstreffen in Esslingen im Juni standen "Teambuilding", Organisation und Motivation im Vordergrund.

Top fünf sind das Ziel

In insgesamt 37 Wettbewerben werden die deutschen Teilnehmer vom 11. bis zum 15. August an den Start gehen. Die Aufgaben sind vorab bekannt, werden jedoch während der Meisterschaften nochmals abgewandelt.

Das Ziel in der Nationenwertung sind laut Hubert Romer, Geschäftsführer der WorldSkills Germany, die Top fünf. Die Favoriten sind für ihn jedoch andere: Südkorea und die Schweiz.

Schon bei den vergangenen WorldSkills hatten Korea, die Schweiz und Chinesisch Taipeh auf den ersten drei Plätzen in der Medaillenwertung gelegen. Deutschland platzierte sich mit zwei Goldmedaillen, fünf Silbernen und drei Bronzenen auf Rang sieben.

In Sao Paolo kämpfen dieses Jahr 1.200 der weltweit besten Fachkräfte unter 23 Jahren aus über 60 Ländern in 50 Berufsdisziplinen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung um den WM-Titel. Die Deutsche Handwerks Zeitung stellt Ihnen in den kommenden Wochen die deutschen Teilnehmer der WorldSkills aus dem Handwerk in Kursportraits vor. dhz