Der prestigeträchtige Emporis Skyscraper Award geht zum zweiten Mal in Folge nach China. Der Shanghai Tower, das derzeit zweithöchste Gebäude der Welt und der höchste Wolkenkratzer in Asien, wurde aus über 300 neu gebauten Wolkenkratzern ausgewählt.
Der 632 Meter hohe Shanghai Tower überzeugte durch seine elegante Spiralform. Neben dem Design beeindruckte die Jury besonders die nachhaltige und umweltfreundliche Bauweise. Wie eine Thermoskanne hat die Fassade ein Doppelwandsystem, welches das Gebäude zu einem der energieeffizientesten Hochhäuser macht. Den Weltrekord brechen die Fahrstühle des Gebäudes: Sie sind derzeit die schnellsten der Welt und befördern die Besucher in weniger als einer Minute auf die Aussichtsplattform in 561 Meter Höhe.
Auf den zweiten Platz wählte die Jury den Evolution Tower aus Moskau. Der 246 Meter hohe Turm besticht vor allem durch seine extravagante Form. Jede Etage dreht sich jeweils um drei Grad im Vergleich zu dem vorangegangenen Stockwerk. Insgesamt hat das spiralförmige Gebäude eine Drehung von mehr als 150 Grad. Das Design ist inspiriert durch die Basilius-Kathedrale in Moskau und Tatlin’s unmöglichem Turm.
Skyscraper Award: Platz drei geht nach Italien
Das drittplatzierte Projekt ist Il Dritto aus Mailand. Die charakteristische Form des Gebäudes brachte ihm den Namen "Il Dritto" (dt. „die Gerade“). Inspirationsquelle für das Design war die Skulptur "Unendliche Säule" von dem rumänisch-französischen Bildhauer Constantin Brâncu?i. Der 210 Meter hohe Turm wurde von der japanischen Architektin Arata Isozaki und der Italienerin Andrea Maffei entworfen und ist heute Standort der Unternehmenszentrale des deutschen Versicherungskonzerns Allianz. Die Jury lobt neben der Form vor allem seine außergewöhnliche Fassadengestaltung. Der Wolkenkratzer überzeugte durch seine aufwendig gestaltete, wellenförmige Fassade . dhz
Fotos und Details zu den zehn Erstplatzierten finden Sie unter emporis.de/awards
