Hälfte der Unternehmen der Branche bewertet Geschäftslage als gut Wohnungswirtschaft erwartet Anstieg der Miet- und Kaufpreise

Die private Immobilienwirtschaft rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Miet- und Kaufpreise. Steigende Baukosten im Zuge höherer energetischer Anforderungen und die Wohnungsknappheit in Wachstumsregionen verteuerten besonders neu errichtete Wohnungen, sagte der Präsident des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch, am Donnerstag in Berlin.

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Wohnungswirtschaft erwartet Anstieg der Miet- und Kaufpreise

Berlin (dapd). Die private Immobilienwirtschaft rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Miet- und Kaufpreise. Steigende Baukosten im Zuge höherer energetischer Anforderungen und die Wohnungsknappheit in Wachstumsregionen verteuerten besonders neu errichtete Wohnungen, sagte der Präsident des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch, am Donnerstag in Berlin.

Rasch forderte eine Verbesserung der steuerlichen Anreize für den Wohnungsbau. Denkbar sei eine Verdopplung der linearen Absetzung für Abnutzung (AfA) von bisher zwei auf vier Prozent und die Einführung einer erhöhten AfA in Höhe von acht Prozent in den ersten acht Jahren bei energetischen und altersgerechten Baumaßnahmen im Neubau und Bestand.

Rasch zufolge können sich wegen ständig steigender Neubauanforderungen immer weniger Haushalte Wohneigentum leisten. Während die Kaufkraft von 1991 bis 2010 um nur 11,2 Prozent zugenommen habe, seien die Preise für Neuwohnbauten um 34,3 Prozent gestiegen.

Nach der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes bewertet die Hälfte der Unternehmen der Branche ihre Geschäftslage als gut. Vor einem Jahr seien dies nur 30 Prozent gewesen. 48 Prozent schätzten ihre Lage als befriedigend und nur 2 Prozent als schlecht ein. Auch die Investitionsneigung nehme wieder zu.

dapd