Die Auftragslage zu Jahresbeginn verbessert sich. Im Wohnungsbau gibt es ein kräftiges Plus – bei allerdings schwachen Vergleichswerten aus 2024. Von einer Trendwende will in der Branche noch niemand sprechen. Was dafür laut Verband nötig wäre.

Der Wohnungsbau gewinnt im noch jungen Jahr wieder an Fahrt. "In den ersten beiden Monaten wurden im Wohnungsbau Aufträge in Höhe von rund 3,1 Milliarden Euro vergeben – das entspricht einem nominalen Zuwachs von 21,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum", sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). Allerdings starte diese Entwicklung von einem sehr niedrigen Niveau aus, gab er zu bedenken.
Baugenehmigungen weiter schwach
Mit Blick auf die Zahl der Baugenehmigungen ist es nach den Worten Pakleppas noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen. Noch bewege man sich hier auf dem nach wie vor schwachen Vorjahresniveau. "Eine echte Trendwende erfordert weiterhin entschlossenes Handeln", betont Pakleppa mit Blick auf eine neue Regierung. Entscheidend sei jetzt, dass den politischen Ankündigungen zur Stärkung des Wohnungsbaus rasch Taten folgten – insbesondere beim angekündigten Wohnungsbauturbo.
Pakleppa: Politik muss positive Orderentwicklung stützen
Wie der ZDB weiter mitteilte, wurden nach den aktuellen Daten des Statischen Bundesamtes bis Ende Februar 2025 Aufträge im Gesamtvolumen von rund 15,5 Milliarden Euro vergeben – rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Davon entfielen etwa 7,3 Milliarden Euro auf den Hochbau. Dies entspreche einem Plus von 9,6 Prozent. Im Tiefbau könne mit rund 8,2 Milliarden Euro ein Plus von drei Prozent verzeichnet werden. "Die positiven Anzeichen der Orderentwicklung müssen jetzt mit einer investiven Wirtschaftspolitik gezielt unterstützt werden, um der Baukonjunktur nachhaltig Schwung zu verleihen", betonte Pakleppa.
Umsatz im Bauhauptgewerbe zum Jahresauftakt gestiegen
Nach Angaben des Statistische Bundesamt lag der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe im Februar 2025 um 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Der nominale Umsatz sei im gleichen Zeitraum um 4,0 auf 12,7 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt seien die Umsätze in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9 Prozent gestiegen.