Tag des Einbruchsschutzes Wohnungen und Betriebe sicherer machen

Die Einbruchszahlen steigen seit 2009 an. Doch die Erfahrungen der Polizei zeigen: Vor Einbrüchen kann sich jeder schützen. Mit der neuen Öffentlichkeitskampagne K-Einbruch will die Polizei deshalb die Bürger für den Einbruchschutz sensibilisieren.

Gekippte Fenster sind bei Einbrechern beliebt. - © Foto: Gina Sanders/Fotolia

2011 wurden in Deutschland laut Kriminalstatistik 133.00 Einbrüche registriert, das sind 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Drittel der Einbrüche geschah am helllichten Tag und nur 16 Prozent der Einbrüche konnte von der Polizei aufgeklärt werden. Als besondere Schwachstellen bei Wohnungseinbrüchen erwiesen sich gekippte Fenster und Außentüren, die nur ins Schloss gezogen wurden. Die durch die Einbrüche verursachten Schäden liegen bei 600 Millionen Euro jährlich.

Polizei informiert am 28. Oktober

Die neue bundesweite Kampagne startet am 28. Oktober mit dem "Tag des Einbruchsschutzes". Viele Polizeidienststellen wollen die Bürger an diesem darüber informieren, wie sie ihre Wohnungen besser vor Einbrüchen schützen können.

Schon wer die folgenden Tipps berücksichtigt, kann das Risiko eines Einbruchs deutlich senken:

  • Die Haustür beim Verlassen des Hauses immer abschließen, auch dann wenn Sie das Haus nur für kurze Zeit verlassen.
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren nicht kippen sondern immer schließen.
  • Den Haustürschlüssel niemals draußen verstecken, denn Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Beim Verlust eines Schlüssels sollten Sie den Schließzylinder austauschen.
  • Achten Sie auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Abwesenheit.

Von Einbrüchen sind aber nicht nur Privatpersonen betroffen, auch Betriebe werden immer wieder Opfer von Einbrechern. Betriebe, die sich davor schützen wollen, sollten zunächst auf den Einbau mechanischer Sicherungen setzen, denn sie sind die Voraussetzung für wirksamen Einbruchschutz.

Türen und Fenster sichern

Wie bei Privathäusern sind auch in Betrieben Fenster und Türen die Schwachstellen. Hier können sich Handwerker am besten durch den Einbau von einbruchhemmenden Türen, Fenstern und Toren schützen, die zertifiziert sind. Kommen sie aus Kostengründen nicht in Frage, können Betriebe alternativ an den Schwachstellen nachrüsten oder zusätzliche Sicherungen einbauen.

In welchem Umfang Handwerksbetriebe ihre Schaufenster sichern sollten, hängt von der Lage des Geschäfts und dem Wert der Waren ab. Schutz können zum Beispiel spezielle Verglasungen, Rollläden oder Gitter bieten. Durch sogenannten "Nachdekoration" können Betriebe Einbrechern außerdem den Tatanreiz nehmen. 

Neben der Grundsicherung eines Objekts kann es empfehlenswert sein, zum Schutz von hochwertigen Waren, Maschinen, Geräten und wichtigen Daten im Betrieb zusätzliche Sicherungen einzubauen. Das kann durch die Sicherung einzelner Räume geschehen. 

Wertsachen im Tresor lagern 

Hohe Geldbeträge, wichtige Daten-(träger) und andere Wertsachen sollten Handwerker nicht im Betrieb lagern. Sie sind in einem Bankschließfach besser aufgehoben. Ist das nicht möglich, können die wichtigen Wertgegenstände auch in einem Tresor im Betrieb gesichert werden. Laut Polizei sollte der Schutzschrank immer eine Zertifizierung haben sowie fachgerecht verankert und verdeckt aufgestellt werden. 

Wer seinen Betrieb nicht nur mechanisch sichern möchte, kann zusätzlich auf elektronische Sicherungen wie zum Beispiel Einbruchmeldeanlagen zurückgreifen. Sie verhindern zwar keinen Einbruch, doch sie erhöhen für Einbrecher das Risiko ertappt zu werden. Denn bei einem Einbruch macht entweder eine Sirene vor Ort auf den Einbruch aufmerksam oder durch einen stillen Alarm wird beispielsweise die Polizei über den Einbruch Informiert.

Keine Einstiegshilfen im Außenbereich lagern

Auch vor dem Betriebsgebäude können Handwerker einiges tun, um das Risiko eines Einbruchs zu senken. So wirkt Licht zum Beispiel auf potentielle Einbrecher eher abschreckend, deshalb sollte der Außenbereich eines Betriebs angemessen beleuchtet werden. An einbruchgefährdeten Stellen sollten Betriebe zudem auf eine Bepflanzung verzichten, die Einbrechern Sichtschutz bietet. Und Einstiegshilfen wie Leitern oder Mülleimer sollten nach Möglichkeit nicht im Außenbereich gelagert werden. dapd/dhz

Weitere Informationen zum Schutz gegen Einbrüche in Betriebe finden Sie hier .