Vergleich von 120 Städten Wo die meisten Autos geklaut werden

Frankfurt/Oder ist Deutschlands Autoklau-Hochburg. Aber auch in Dresden, Berlin und Hamburg schlagen Autodiebe gerne zu. Ein Vergleich zwischen 120 deutschen Städten zeigt, wo Fahrzeuge in Deutschland am häufigsten geklaut werden und wo die Chance hoch ist, sie wiederzubekommen.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 37.328 Kraftwagen geklaut, was einen Schaden von 400 Millionen Euro verursachte. - © Foto: Paolese/Fotolia

Wem in Deutschland ein Auto geklaut wird, kann kaum darauf hoffen, es wieder zu sehen. Die polizeiliche Aufklärungsquote liegt hierzulande im Durchschnitt bei nur 26,7 Prozent. Und sie ist dort am schlechtesten, wo besonders viele Autos geklaut werden. Insgesamt waren das im vergangenen  Jahr 37.328 Kraftwagen, wie eine Studie des Verbraucherportals Geld.de zeigt. 120 Städte wurden hierbei mit einander verglichen und so die deutschen Autoklau-Hochburgen ermittelt.

Wie bereits im Jahr 2011 führt Frankfurt/Oder das Ranking an. Hier verschwanden im Jahr 2012 insgesamt 264 Autos. Das entspricht einer Diebstahlquote von 844 Wagen je 100.000 zugelassener Fahrzeuge. Weitere Diebstahlhochburgen sind: Dresden, Görlitz, Berlin, Potsdam, Cottbus, Rostock, Leipzig aber auch Aachen, Hamburg, Heide und Hannover ( siehe Grafik).

Baden-Württemberg und Bayern sind sicherer

© Quelle: Geld.de
Deutschlandkarte

Besonders wenig Interesse hatten die Autodiebe dagegen in Städten in Baden-Württemberg und Bayern. So verschwanden etwa in Garmisch-Partenkirchen, Kempten, Straubing und Konstanz absolut betrachtet bis maximal sechs Kraftwagen. Ebenfalls als verhältnismäßig sicher können unter anderem folgende Städte gelten: Ingolstadt, München, Stuttgart, Würzburg, Augsburg, Wiesbaden, Heidelberg, Nürnberg, Mainz, Passau, Regensburg, Bonn, Freiburg i. Breisgau oder Frankfurt/Main (siehe Grafik).

Die Studie zeigt, dass die Autodiebe besonders in Städten im Osten und Norden des Landes mit guten Verkehrsanbindungen gen Osteuropa zuschlagen. Zusätzlich zeigte sich, dass viele Täter sehr professionell vorgehen und auch elektronische Sicherheitseinrichtungen knacken, die Fälschung von Urkunden und Fahrzeugpapieren beherrschen sowie den Abtransport und Weiterverkauf schnell und gut organisiert haben. Absatzmärkte seien vor allem Osteuropa, derBalkan, der Nahen Osten und Nordafrika. dhz

Ranking der Aufklärungsquoten

Top Five

  • 100 Prozent: Pirmasens, Straubing und Garmisch-Partenkirchen
  • 88,9 Prozent: Aalen
  • 71,4 Prozent: Coburg
  • 71,2 Prozent: Mainz
  • 70,6 Prozent: Rosenheim

Flop Five

  • 6,4 Prozent: Wolfsburg
  • 8,8 Prozent: Aachen
  • 9,6 Prozent: Frankfurt/Oder und Hamburg
  • 9,8 Prozent: Braunschweig
  • 11,6 Prozent: Berlin