Das Wirtschaftswachstum in den neuen Bundesländern ist im dritten Quartal zum Erliegen gekommen.
Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland kommt zum Erliegen
Nach einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal und einem Anstieg von 0,2 Prozent im zweiten Quartal sei es mit 0,0 Prozent von Juli bis September zur Stagnation gekommen, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unter Berufung auf eigene Berechnungen mit. Für das laufende vierte Quartal sei sogar ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal von 0,7 Prozent zu erwarten.
Maßgeblich für den Abschwung verantwortlich ist nach IWH-Angaben die Industrie. Sie habe nach dem kräftigen Anstieg der Produktion im Verlauf des ersten Halbjahrs nicht mehr zugelegt, real aber bereits weniger abgesetzt als in den Monaten davor. Rückschläge habe es beim Umsatz im Ausland gegeben. Handel und Gastgewerbe sowie personennahe Dienstleister seien nicht "in Tritt" gekommen.
Im Baugewerbe habe sich die Lage nach den Schwankungen infolge der Gunst des milden Winters hingegen stabilisiert. Die Unternehmen hätten verstärkt in Bauten investiert, während der Wohnungsbau weiterhin nachgegeben habe.
ddp