Konjunktur Wirtschaftsministerium sieht Anzeichen für Stabilisierung

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht nach dem starken Einbruch der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu Beginn des Jahres sich mehrende Anzeichen für eine Stabilisierung.

Wirtschaftsministerium sieht Anzeichen für Stabilisierung

Zwar könnte die gesamtwirtschaftliche Leistung auch im zweiten Quartal 2009 nochmals nachlassen, der Rückgang dürfte aber deutlich schwächer ausfallen als zuvor, schrieb das Ministerium in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Wirtschaftslage im Juni.

Zudem signalisierten einige vorlaufende Indikatoren, dass sich die Chancen für eine Bodenbildung im zweiten Halbjahr dieses Jahres verbessert haben. So habe sich die Situation an den Finanzmärkten partiell etwas entspannt und die Abwärtsdynamik der Weltwirtschaft habe sich verlangsamt. Für einige Länder deuteten Frühindikatoren sogar bereits wieder Besserungstendenzen an.

Laut Ministerium ist davon auszugehen, dass die weltweit massiv stützende Geld- und Fiskalpolitik auch für die deutsche Wirtschaft zunehmend Wirkung zeigt. Die konjunkturellen Risiken seien aber nach wie vor ungewöhnlich hoch. Insbesondere die Belastungen auf dem Arbeitsmarkt dürften in den kommenden Monaten weiter zunehmen. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" werden die von der Bundesregierung bewilligten Staatshilfen für Unternehmen, die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, zunehmend nachgefragt. Innerhalb von nur einer Woche sei allein das Volumen von Kreditanträgen bei der KfW-Bankengruppe um mehr als 500 Millionen Euro auf 6,3 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig habe die Summe von angefragten und beantragten Großbürgschaften auf mehr als sieben Milliarden Euro zugenommen. Die Zeitung berief sich auf aktuelle Zahlen der KfW und des Bundeswirtschaftsministeriums. Insgesamt hat die Bundesregierung Staatshilfen im Umfang von 115 Milliarden Euro vorgesehen.

ddp