Bundesagentuir für Arbeit Wirtschaftskrise wirkt sich auf Arbeitsmarkt aus

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise den dritten Monat in Folge gestiegen, allerdings hat die Kurzarbeit die Entwicklung abgefedert.

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Wirtschaftskrise wirkt sich auf Arbeitsmarkt aus

Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen stieg gegenüber Januar um rund 63.000 auf 3,552 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Allerdings waren das immer noch 66.000 Menschen weniger als im Februar 2008. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat von 8,3 auf 8,5 Prozent.

"Die schwierige Wirtschaftslage wirkt sich auch im Februar auf den Arbeitsmarkt aus", erläuterte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Der deutliche Anstieg der Kurzarbeit hielt den Anstieg allerdings in Grenzen. Wurde im Dezember 2008 noch für 200.800 Beschäftigte das konjunkturelle Kurzarbeitergeld und für zusätzlich rund 70.000 Arbeitnehmer das Baukurzarbeitergeld bezahlt, beantragten die Unternehmen im Februar nach Angaben von BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker bereits für 620.000 bis 670.000 Mitarbeiter das konjunkturelle Kurzarbeitergeld.

Genutzt wird Kurzarbeit laut BA vor allem in der Autoindustrie, bei ihren Zulieferern, im Metall- und Maschinenbau und in gummi- sowie kunststoffverarbeitenden Betrieben. Am stärksten nachgefragt werde das Kurzarbeitergeld in den Regionen Thüringen, Oberfranken, Sauerland/Nordhessen und in Baden-Württemberg. 20 Prozent der Betriebe hätten derzeit Kurzarbeit für einen längeren Zeitraum als für sechs Monate beantragt. Auch für die nächsten Monate rechnet die BA mit einem weiteren Anstieg beim Kurzarbeitergeld. "Wir haben dazu genügend Mittel eingeplant und sind darauf vorbereit", sagte Weise.

Auch seien 2.500 zusätzliche Vermittler in den Arbeitsagenturen eingestellt worden. Trotz der schlechten Vorhersagen von Forschungsinstituten hielt die BA an ihrer Prognose von durchschnittlich 3,5 Millionen Arbeitslosen in diesem Jahr fest. "Es gibt noch keine Anzeichen dafür, dass die Unternehmen Entlassungen im großen Stil planten", sagte Becker.

Herbert Mackert/ddp