Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland geht weiter zurück. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank sie im Januar gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 2.304.
Wirtschaftsaufschwung bewirkt Rückgang der Firmenpleiten
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle bezeichnete die jüngsten Zahlen als "gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft". Die Unternehmensinsolvenzen gingen dank der positiven Wirtschaftslage weiter zurück. "Es gibt mehr Aufträge, Gläubiger haben wieder mehr Vertrauen und die Rechnungen werden schneller beglichen", sagte der FDP-Politiker.
Damit setze sich der positive Trend des Vorjahres fort. "Neben positiven Handels- und Arbeitsmarktzahlen belegt auch der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen, dass wir in Deutschland auf dem besten Wege sind, die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ganz hinter uns zu lassen", sagte Brüderle.
Verbraucherpleiten steigen um 2,3 Prozent
Im Gesamtjahr 2010 waren die Unternehmensinsolvenzen bereits um 2,1 Prozent auf rund 32.000 gegenüber dem Jahr 2009 zurückgegangen.
Insgesamt registrierten die Amtsgerichte nach Angaben der Statistiker im Januar 12.800 Insolvenzfälle. Das waren 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag dabei mit 8.453 Fällen 2,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für Januar auf 2,1 Milliarden Euro. Im Januar 2010 hatten sich die Forderungen noch auf 3,1 Milliarden Euro belaufen.
dapd