Die Debatte um den zurückgezogenen Quadriga-Preis an Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin hätte nach Ansicht von Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, allen Beteiligten erspart werden müssen. "Das ist sicherlich schädlich für die deutsch-russischen Beziehungen", sagte er am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.
Wirtschaft: Quadriga-Debatte war schädlich
München (dapd). Die Debatte um den zurückgezogenen Quadriga-Preis an Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin hätte nach Ansicht von Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, allen Beteiligten erspart werden müssen. "Das ist sicherlich schädlich für die deutsch-russischen Beziehungen", sagte er am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.
Lindner sieht die Wirtschaftsbeziehungen dadurch nicht beeinträchtigt. "Die Wirtschaft konzentriert sich auf die aktuellen Projekte", sagte er. Russland sei für Deutschland ein großer Markt. "Wir haben inzwischen 6.500 deutsche Unternehmen, die in Russland präsent sind, das sind fast mehr als alle anderen EU-Staaten gemeinsam haben", fügte der Geschäftsführer hinzu.
Putin sollte für seine Verdienste für die deutsch-russischen Beziehungen geehrt werden. Nach heftiger Kritik an dieser Entscheidung hatte das gemeinnützige Netzwerk Quadriga aber entschieden, in diesem Jahr überhaupt keine Preise zu vergeben.
dapd
