Wirtschaft gegen Berichtspflicht

Drei Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme vehement für die Beibehaltung der Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility (CSR) für Unternehmen ausgesprochen.

Wirtschaft gegen Berichtspflicht

Drei Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme vehement für die Beibehaltung der Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility (CSR) für Unternehmen ausgesprochen. Nach den Plänen der Kommission müssten Unternehmen künftig regelmäßig über ihr gesellschaftliches Engagement berichten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag forderten die EU-Kommission auf, den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens darüber nicht in Frage zu stellen.

Der in den letzten zehn Jahren verfolgte Kurs im Umgang mit CSR sollte engagiert und konstruktiv fortgesetzt werden, teilten die Verbände mit. Eine Verpflichtung zur Berichterstattung würde das vielfältige gesellschaftliche Engagement von Unternehmen konterkarieren. Viele Firmen engagierten sich bereits ohne eine Verpflichtung.

Bürokratische Last zu hoch

Die Spitzenverbände stellten klar, dass sie in den Plänen der EU einen „massiven Eingriff in die Gestaltungsfreiheit von Unternehmen“ sehen würden. Die bürokratische Last stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Die Kommission hatte das geltende Prinzip der CSR-Berichterstattung jüngst in Frage gestellt. Die Neuorientierung begründet die Kommission mit der Wirtschaftskrise und ihren sozialen Folgen. Sie habe das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wirtschaft „zu einem gewissen Grad erschütterte”.sg