Umsatzeinbußen wegen Corona Brauereien starten Kampagne "Wir sind #biereit"

Mit der Schließung der Gastronomie haben auch die Brauereien in Deutschland starke Umsatzeinbußen erlitten. Kurzarbeit und Entlassungen waren die Folge. Angesichts der nahenden Öffnungsschritte gibt es nun aber Grund zum Optimismus. Der Deutsche Brauer-Bund startet deshalb die Kampagne "Wir sind #biereit".

Kampagne "Wir sind #biereit"
Der Deutsche Brauer-Bund startet die Social-Media-Kampagne "Wir sind #biereit". - © hunterbliss - stock.adobe.com

Geschlossene Restaurants, Biergärten und Cafés, keine Großveranstaltungen und Feste – für die rund 1.500 Brauereien in Deutschland ist damit ein wichtiger Absatzkanal über Monate weggebrochen. Rund ein Fünftel des in Deutschland gebrauten Bieres fließt normalerweise in die Gastronomie. Während der Corona-Krise ist dieser Absatz komplett ausgefallen – das Geschäft mit Fassbier war für die Brauereien quasi nicht existent. "Drastische Umsatzeinbußen, Kurzarbeit und Entlassungen waren für viele Betriebe die Konsequenz", teilt der Deutsche-Brauer-Bund deshalb mit und nennt weitere Folgen:

  • Noch im April 2021 zeigte eine Branchenumfrage, dass jede vierte Brauerei ihre Existenz gefährdet sieht. Außerdem war der Umsatz der Brauereien von Januar bis einschließlich März 2021 im Schnitt um ein Drittel eingebrochen.
  • Eine aktuelle Studie im Auftrag des Dachverbandes "The Brewers of Europe" gibt als Folgen der Schließung von Gasthäusern und Kneipen an, dass in der gesamten Wertschöpfungskette europaweit bisher rund 800.000 Jobs verloren gingen.

Die Braubranche hatte zwar während der Lockdowns Zuwächse beim Absatz von Flaschenbier verzeichnet. Das konnte aber die Rückgänge bei Fassbier nicht ausgleichen.

Social-Media-Kampagne "Wir sind #biereit"

Die Brauer möchten nun aber, da sich Öffnungen abzeichnen, positiv in die nächsten Monate und die Draußen-Saison starten. Der Brauer-Bund sieht eine Perspektive, da die Corona-Zahlen fallen und die Gastronomie schrittweise und unter strengen Auflagen wieder öffnen darf. "Wir sind zuversichtlich und können es kaum erwarten, dass es überall wieder losgeht", heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Verbands.

So hat der Deutsche Brauer-Bund für den Start auch eine begleitende Social-Media-Kampagne ins Leben gerufen: "Wir sind #biereit" lautet der Titel. Passende Videos gehören dazu:

"Die Gastronomie ist einer unser wichtigsten Partner", betont dazu Jörg Lehmann, der Präsident des Brauer-Bunds. Gemeinsam mit den Wirtinnen und Wirten freut sich der Verband nach eigenen Worten jetzt darauf, die Genuss- und Bierkultur in Deutschland wieder hochleben zu lassen. Lehmann würdigte die Anstrengungen der Gastronomie und der Hotels für einen umfassenden Infektionsschutz.

Die Brauereien selbst sind gut vorbereitet auf das Wiederanlaufen der Gastronomie. Schon vor etwa ein, zwei Wochen haben sie mit dem Abfüllen wieder begonnen. Die Gastronomen und der Getränkefachgroßhandel orderten bislang nach Angaben des Brauer-Bunds allerdings in den meisten Fällen verständlicherweise noch sehr zögerlich. "Über allem schwebt das Damoklesschwert der Inzidenzen“, sagt dazu der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Holger Eichele, mit Verweis auf die Öffnungsschritte, die von einem stabilen Rückgang der Corona-Neuinfektionen abhingen. Die Fallzahlen könnten sich auch wieder ändern. Hinzu komme noch der Wetterfaktor, der für die Außen-Gastronomie besonders wichtig sei. jtw/dpa