Hoff ruft den Westen zur Standhaftigkeit in Afghanistan auf "Wir müssen uns da klar bekennen"

Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, fordert den Westen trotz der jüngsten Anschläge in Afghanistan zur Standhaftigkeit auf. "Dass die Lage sich in den Sommermonaten zuspitzt, war klar und ergibt sich auch aus der Erfahrung der vergangenen Jahre", sagte Hoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger" laut Vorabbericht.

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"Wir müssen uns da klar bekennen"

Köln (dapd). Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, fordert den Westen trotz der jüngsten Anschläge in Afghanistan zur Standhaftigkeit auf. "Dass die Lage sich in den Sommermonaten zuspitzt, war klar und ergibt sich auch aus der Erfahrung der vergangenen Jahre", sagte Hoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger" laut Vorabbericht. Die Taliban versuchten, durch spektakulärer Auftritte von ihrer operativen Schwäche abzulenken.

"Im offenen Feld stellen sie sich keiner Auseinandersetzung mehr", sagte Hoff. Sie versuchten stattdessen, die Moral in den Mitgliedstaaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF zu erschüttern. "Entscheidend ist, dass wir Politiker, die die Soldaten in den Einsatz schicken, ihnen nicht die Unterstützung entziehen. Wir müssen uns da klar bekennen", sagte Hoff.

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels sagte der Zeitung: "Wir wussten, dass Afghanistan jetzt in einer entscheidenden Phase ist." Ziel der Taliban sei es, die Übergabe von Verantwortung an die afghanischen Behörden mit allen Mitteln zu torpedieren. "Davon darf man sich nicht beirren lassen. Die afghanischen Behörden und die Nato müssen zusammenstehen." Die Antwort der Taliban auf das Vorgehen der NATO sei reiner Terror. Dem dürfe man sich nicht beugen.

dapd